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FrageWer hat Erfahrung mit Homeschooling? Kind zuhause unterrichten

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Ich möchte unseren 8-jährigen Sohn nach den Sommerferien zu Hause unterrichten. Wer hat Erfahrung? (Aargau)
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Schule Schulsystem

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Ich persönlich habe keine Erfahrung, aber eine Bekannte von mir unterrichtet ihre Kinder (2 im Schulalter, 1 Kindergarten). Einmal jährlich kommt die Inspektorin und überprüft die Lerninhalte und die Lernziele. Unterrichtsmaterial stellte die Schule zur Verfügung. Sie geniesst die Zeit mit ihren Kindern, schätzt vor allem die Flexibilität (Ferien ausserhalb der Schulferienzeiten, flexible Tagesgestaltung, besseres eingehen können auf Befindlichkeit der Kinder). Es erfordert einfach doch eine gewisse Disziplin und Struktur.

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Rumpi, ich warte schon ganz gespannt auf einen Erfahrungsbericht: Wie ergeht es euch seit den Sommmerferien mit dem Homeschooling?
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Rumpelstilzchen, kannst du deine Bekannte auf die Seite hier aufmerksam machen? Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen.
Unten habe ich noch mehr zu dem Thema geschrieben.
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Könnte mir das sehr gut vorstellen, meine Kinder daheim zu unterrichten. Aber wie es abläuft... keine Ahnung. Gibt es keine Vereine mit Homepage o.ä. dazu?

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Hallo Waldchuz

könntest dich mal beim BKS in Aarau informieren. Glaube dort bist du am richtigen Ort. Jede Gemeinde resp. Schulpflege handhabt es anders. In gewissen Gemeinden kontrolliert die Inspektorin den Schulstand, in anderen kommt jemand aus der Schulpflege zur Kontrolle.
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Hallo Gitte, den Verein gibt es: Verein Bildung zu Hause Schweiz. Aber leider habe ich noch keine richtigen Kontaktdaten gefunden.

Gruss Waldchuuz
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Verein Bildung zu Hause Schweiz www.bildungzuhause.ch

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In einem Dokument auf www.schulen-aargau.ch heisst es: ZITAT "Eltern wollen ihr Kind zuhause unterrichten. Sie stellen bei der Schulpflege ein Gesuch. Stichworte: Grenze zwischen längerer Dispensation und privater Schulung im Rahmen der bestehenden Gesetzgebung nicht klar definiert. Faustregel: Private Schulung erst ab einem halben Schuljahr. Voraussetzungen in § 34 der Verordnung über die Volksschule sind einzuhalten. Kontrolle durch Inspektorat."

Und in der Verordnung über die Volksschule Aargau heisst es: ZITAT

§ 34 Private Schulung

1 Der Nachweis des genügenden Unterrichts gegenüber der Schulpflege gilt als erbracht, wenn
a) die Bildungsziele jenen der öffentlichen Schule entsprechen,
b) nicht mehr als fünf Kinder im selben Semester unterrichtet werden, ausser sie stammen aus derselben Familie,
c) auf der Kindergarten- und Primarstufe höchstens zwei Kinder mindestens zwei Stunden oder eine Gruppe von drei bis fünf Kindern mindestens drei Stunden täglich fünf Mal pro Woche strukturierten Unterricht erhalten,
d) auf der Oberstufe höchstens zwei Kinder mindestens drei Stunden oder eine Gruppe von drei bis fünf Kindern mindestens vier Stunden täglich fünf Mal pro Woche strukturierten Unterricht erhalten,
e) die auf der Kindergarten- oder Primarstufe unterrichtende Person mindestens über einen Abschluss der Sekundarstufe II verfügt,
f) sich die auf der Oberstufe unterrichtende Person über ausreichende Fähigkeiten für das Erteilen der obligatorischen Fächer ausweisen kann.


Gesetzessammlungen Kanton Aargau
http://gesetzessammlungen.ag.ch

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Warum möchtet ihr denn die Kinder zu Hause unterrichten?

Habt ihr nicht das Gefühl, dann dem Kind etwas vorzuenthalten wie Sozialverhalten, schulische Freundschaften, das Lernen mit anderen Menschen / Lehrern klar zu kommen, auch einmal etwas aufzuhalten...?

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Je nach Wohnort, Durchmischung der verschiedenen sozialen Schichten lernst du eben vor allem einzustecken, dich mobben und fertig machen zu lassen. Alles selber erlebt mit den Kindern. Freundschaften hatten sie vor allem ausserhalb der Schule. Als die Situation mal dermassen eskaliert ist, haben wir uns ein halbes Jahr vor Schulschluss noch überlegt, in eine Privatschule zu wechseln. Das Kind wollte aber nicht. Sollten unsere Enkel mal in diese Situation kommen, würden wir keine Sekunde zögern, ihnen eine Privatschule oder sogar einen Privatlehrer zu finanzieren.
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Hallo liebe Eltern

Seid mir nicht böse, dass ich nicht direkt auf eure Frage eine Antwort weiss.

Die Aussagen von 1976 haben mich an das Folgende erinnert:

Ich hatte Freunde die home schooling gemacht haben. Sicher sehr gut und engagiert und alles. Leider ist bei ihnen das Projekt gescheitert. Die beiden Kinder haben bis heute keinen Lehrabschluss. Die Eine (29) will gar keine Ausbildung machen und der Andere hat seinen Ausbildungsplatz schon 2 Mal geschmissen (23). Keine Regel ohne Ausnahme. Viel Glück.

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Vor einiger Zeit hat SF1 eine Doc gebracht zum Thema. Diese Kinder haben dann alle das Gymnasium gemacht. Das eine andere Seite.
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Ich bin schon erstaunt, dass es Leute ohne jeglichen pädagogischen Background gibt, die sich zutrauen, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten. Was denkt ihr denn, weshalb Lehrpersonen jahrelang an Unis verbringen? Abgesehen davon, dass für jedes Kind die sozialen Kontakte mit Gleichaltrigen äusserst wichtig für die Entwicklung sind. Auch ich wohne in einem sehr gemischten Quartier, könnte mir aber nie vorstellen, meine Kinder selber zu unterrichten, obwohl ich dafür bestens qualifiziert wäre. Kinder brauchen neben den Eltern noch andere erwachsene Bezugspersonen zumal du als Mutter niemals total objektiv deinem Kind begegnen kannst, zum Glück nicht. Also, mein Tipp: Finger weg vom Home Schooling!

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Ich war bis zur fünften Klasse Homeschooler. Jetzt bin ich in der Bezirksschule und ich habe viele Kolleginnen in- und außerhalb der Schule.
Meine Mutter machte nie eine Ausbildung zur Lehrperson.
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@sos - stimme Dir voll zu; leider wird Homeschooling zu Unrecht von vielen schlecht geredet wie oben von "Fritzi" was sehr Schade ist. Für mich ist klar: Wer über die nötigen Fähigkeiten und Qualifikationen verfügt (Z.B. Lehrpersonen, etc.) Kinder adäquat zu unterrichten, da kann Homeschooling eine sehr gute Alternative zur Volksschule sein.

Als Gedankenanstoß: Auf der Webseite www.bildungzuhause.ch habe ich soeben zwei Zitat von Norbert Blüm gelesen (langjähriger Bundesminister für Arbeit, Deutschland) die treffend meine Einstellung zur staatlich verordneten "Bildungsdiktatur" wiedergeben.

2 ZITATE von Norbert Blüm:

"Ich bin gegen das staatliche Bildungs- und Erziehungsmonopol und betrachte Eltern, die ihre Kinder verantwortungsvoll zu Hause unterrichten, als gesunde Antwort auf ein anmaßendes Schulsystem."

"Heute beobachte ich die totale, widerrechtliche Aneignung der Kinder durch die Schule."
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Die Kontakte zu Gleichaltrigen sind lange nicht so wichtig, wie die Kontakte zu älteren, bereits reiferen Kindern und vor allem zu Erwachsenen... Es ist eine Illusion zu glauben, dass eine Lehrperson alles Mobbing mitbekommt und dann auch noch angemessen darauf reagiert! (Ich bin übrigens Lehrerin) Und Mobbing ist für Kinder verheerend! Das Phänomen viele Gleichaltrige in eine Klasse zusammenzustecken ist eher neu und beschert meiner Ansicht nach viele Probleme und kaum Vorteile! Die "Integrative Schule", die immer grösseren Klassen mit immer weniger erzogenen Kindern, die oft nicht mal Deutsch sprechen und ständig vor dem Fernseher sitzen, geben der hochgelobten Schweizer Bildung den Rest... Gelinde ausgedrückt! Somit ist bei mir ab nächstem Schuljahr auch Bildung zuhause angesagt!
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an "aber": Ich hab nur meinen Gedanken freien Lauf gelassen und eine wilde Vermutung da hingestellt und nie und nimmer behauptet es sei so oder alle seien so....
Warum ich das tue?
Vielleicht löst es etwas in der Fragestellerin aus, wenn sie das liest... Natürlich hoffe ich, dass es sie weiter bringen würde in ihren Gedanken.
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Bei uns wird das Kind 5 Dörfer weiter zur Schule gehen, trotzdem haben wir jegliche Lehrmittel zuhause. Aber mehr aus dem Grund das man es unterstützen kann.
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Wieso müssen Kinder immer verhaltensauffällig sein? Es könnte ja auch sein, dass es schlimm geplagt wird. Kinder können sehr grausam sein. Dann würde Homeschooling für mich durchaus Sinn machen. Und nur so nebenbei: Auch viele Eltern haben an der Uni studiert.
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Ich denke auch so. Mich würde es nicht wundern, wenn das Kind um das es hier geht verhaltensauffällig ist.
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Hallo, gibt es Denn einen driftigen Grund, weshalb ihr das Kind nicht in die Schule schicken wollt?

1 Kommentar

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.... die Gründe würden mich auch interessieren. Bin aber nicht grundsätzlich gegen Homeschooling.
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An Aber:
Es ist mir schon klar, dass es viele Eltern mit Unistudium gibt. Und mir ist auch bewusst, dass es sehr viele kompetente Eltern ohne Unistudium gibt. Allerdings spielt es ja wohl eine Rolle ob man Elektrotechnik, Altphilologie oder Pädagogik studiert hat. Nur weil man selber mal in die Schule ging, ist man noch kein Lehrer. Ich würde schliesslich ja auch nie mir selber die Haare schneiden, mein Auto reparieren oder das alte Testament übersetzen.

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Homeschooling, diese Befürchtungen haben wir bei unseren Kindern auch. Ich denke, es gibt Schulen und Schulen. Als Kinder unserer Freunde in die Schule kamen haben wir mit ihnen zusammen feststellen müssen, wie sehr es auf die Wohnumgebung der Schule ankommt. Abgesehen von den Noten und den Machenschaften dahinter. Eine bekannte Lehrerin wurde dafür gerügt, dass sie die Schulaufgaben zu leicht gestalte - ihre Schüler seien zu gut. Am Ende der Schulaufgabe müsste der Notenduchschnitt um die Note drei liegen. DAS HABE ICH ALS SCHÜLERIN NICHT GEWUSST - hätte mir viel schlechtes Gefühl sparen können. So was finde ich nur unterdrückend.
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Die wirklich wichtigen Dinge habe ich meinen Kindern beigebracht. Angefangen beim üben vom 1x1, Diktate üben und Aufsätze aufgegeben. Das fand man an unserer Schule nicht nötig.. Zu viel Zeit wurde beansprucht, um soziale Probleme mit schwierigen und auffälligen Schülern zu regeln...Höherer Stoff für die Ausbildung ließen wir für teures Geld vom Nachhilfelehrer nachschulen, weil unsere Volksschule auch in der OS ihren Job DERMAßEN NICHT gemacht hat!
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Hallo Waldchuuz,
hei, du hast eine kleine Diskussionsrunde ausgelöst. Da mache ich auch noch mit. Wir sind auch auf dem weg zum Homeschooling und wollen auch deshalb in den Aargau ziehen.
Übrigens @ Fritzi ich schneide meine Haare seit neuestem selber und unser Auto haben mein Mann und ich schon paar Mal in der Hobbywerkstatt repariert. Das mit dem alten Testament dauert noch... - aber wir sind dran. Im Beruf haben wir eben schon was mit Kindern zu tun, aber ich finde es kommt auf die Beziehung zu dem eigenen Kind an und nicht auf die eigene Ausbildung. Als ich bei der zuständigen Dame im Amt anrief, um mich zu erkundigen was mich erwarten würde, meinte sie, dass wir nach dem Umzug uns bei der zuständigen Schulgemeinde melden sollen. Jede von ihnen gestaltet es anders. Was mich an Homeschooling reizt ist die Zeit mit den Kindern und ihrem Lebensrhytmus. Ich liebe es wenn sie Ferien haben. Dabei sind wir mit ihnen noch nie in den Urlaub gefahren. Ausserdem freue ich mich an dem Lernstoff meiner Kinder verantwortlich dran sein zu können. Übrigens kann ich nicht nachvollziehen, dass ein Aufhören mit dem Homeschooling als Scheitern dargestellt wird. Wenn jemand aufhört, wird er seine Gründe dafür haben, genauso wie der, der damit anfängt. Niemand ist verdonnert auf Gedei und Verderb Homeschooling durch zuziehen. Kinder und ihre Entwicklung, aber auch die Entwicklung in der Familie lassen solches Denken gar nicht zu. Unsere Älteste ist eben auch acht Jahre alt. Ich finde es gibt noch genügend Zeit sich in die Materie einzufügen.
@ Waldchuuz möchtest du dich eigentlich nur über diese Seite austauschen, oder suchst du auch Leute, die sonst auch auf dem Weg sind?
Ich würde dir zu Bedenken geben, dass Homeschooling mit einem Kind recht öde werden könnte. Hat dein Sohn noch Geschwister?

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