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FrageKleinkind nach Kita Tag sehr anstrengend - kennt ihr das auch?

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Liebe Forumler

Mein bald 3-jähriger Sohn ist nach einem Kita Tag sehr anstrengend. Beim Abholen geht es schon los, er will dann nicht nach Hause und lässt unterwegs von vielem ablenken. Wenn ich es geschafft habe mit viel zureden ihn nach Hause zuholen, geht der Terror daheim weiter. Alleine Schlafanzug anziehen benötigt teilweise eine halbe Stunde. Er will sich nicht ausziehen. Beim Kuscheln und Vorlesen im Bett ist dann pure Provokation angesagt, alles was ich nicht mag macht er bewusst, z.B. in meinem Bauchnabel den Finger stecken.
Diese Situation ist sehr belastend für mich weil ich zu Hause nach einem ermüdenden Arbeitstag stark kontrollieren muss um das Kind z.B
nicht anzuschreien. Manchmal sträubt es mich sogar davor Feierabend zu machen.
Am Wochenende sind die Abende mit meinem Sohn viel harmonischer.

Habt ihr auch solche Situationen? Wie geht ihr damit um?

Randbemerkung: Ich verbringe gerne Zeit mit Sohn und die Beziehung ist intakt. Ich erlaube es mir einfach als Mutter Schwächen zu zeigen und über meine menschlichen negativen Gefühle in Belastungssituationen zuschreiben.
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13 Antworten

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Kita, Kiga, Hort usw. sind sehr fordernd für Kinder. Oft wird - anderst als daheim - der Tagesrhythmus vorgegeben, es ist lauter, gibt mehr Eindrücke, Konflikte, vielleicht auch keinen oder weniger Mittagsschlaf. Abends sind die Kinder dann müde, aufgekratzt, voller Eindrücke. Ich würde versuchen anzuerkennen, dass Dein Sohn bestimmt nichts böswillig macht, sondern ebenfalls sehr müde ist. Wenn immer möglich würde ich Konflikten etwas aus dem Weg gehen (ich hatte immer den Eindruck, wenn die so übermüdet sind lernen die eh nix mehr nur weil ich stur an meinen Erziehungsprinzipien festhalte :) so wurde ich halt in solchen Situationen nachgiebiger.

Vielleicht wäre ein etwas früherer Zubettgehtermin eine Lösung. Für Dich weil es Dir mehr Zeit zum Erholen gibt und für den kleinen Mann, weil er sowieso zum Umfallen müde ist. Oder nach der Kita ein ruhiges Hörbuch hören, eher ruhige Aktivitäten, zum Runterkommen. Oder Bachblüten :) für Mami und Kind :)

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Ich habe in so Situationen vieles spielerisch gemacht. Kinderwagen = Rennauto, dass wie der Blitz heim muss. Oder beim Aus- und Anziehen ein Stofftier spielen, dass die Kleider "räuberät".Beim Anziehen das Rad (Füsschen) das dringend Felgen (Socken) braucht usw :)
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Geht denn dein Sohn gerne in Kita? Erlebte ähnliches.. Als ich meine Beobachtung in der Kita der Leiterin mitteilte und Nachfragen stellte, merkte ich, dass keine konstruktive Lösung gefunden wird, Gesprächsbereitschaft fehlte, es wurde alles schön geredet... Fazit: wir wechselten Kita. Und unsere Situation beruhigte sich... Frage mich heute noch, weshalb ich das ganze nicht früher machte...
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Betrachte doch einmal seine Situation als kleines Kind und lass dein manipulliertes massenbewusstsein über Kitas beiseite. Fühle und Denke im Bewusstsein eines kleinen Kindes.

Worauf ist ein Kind angewiesen und bekommt es nicht, wenn du es der Kita überlässt. Grundlegende Bedürfnisse eines kleinen Kindes.

Was resultiert daraus.

Bedenke auch, dass Kinder umgehend Schuld auf sich nehmen.
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Es war wieder ein schlimmer Abend. Er hat am Tisch wegen Kleinigkeiten (Fischstäbchen ist von der Gabel gefallen) Essen umher geworfen, als ich ihn ermahnt habe, hat er mich mehrfach geschlagen. Dann habe ich ihn in sein Zimmer gebracht und die Tür zumacht. Er hat in seinem Zimmer alles aus den Regalen geworfen. Als er keine Reaktion von mir bekommen kam er ins Wohnzimmer und hat dort weiter randaliert. Dann wurde mein Mann wütend und wurde lauter mit der Stimme. Die Situation hat sich so hochgeschaukelt dass mein Sohn vor Wut würgen musste.
Müde wird er nicht gewesen sein, er ist erst gegen 21 Uhr eingeschlafen.
Ich konnte nicht Abendessen weil ich mit ihm beschäftigen musste.
Nach einem Arbeitstag den ganzen Stress zuhandeln, die eigene Wut zu kontrollieren und dann auch noch mehrere Stunden hungrig ausharren hat mir die ganze Energie entzogen :(

Ist das eine Trotzphase? In die Kita geht ohne zuweinen. Mir fällt auch nichts negatives auf.

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@1976 genau. Jeder hat seine Prinzipien und Grundsätze. Daran gibt es nichts zu rütteln und sie brauchen für niemanden anders stimmig zu sein als für die betreffende Familie. Punk.

Ich bin auch nicht der Meinung, dass jedes Kind für eine Krippe geeignet ist, und bin froh, konnte ich diesem Umstand individuell Rechnung tragen.
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@1976 Also ich finde es nicht ok wenn mein Kind Probleme bekommt, Überfordert ist mit der Situation, mich schlägt und sich nicht mehr spührt, nur weil ich nicht will/kann.
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@Tatütata,
okay, deine Meinung.
Meine ist es, dass auch wütende Kinder ihrer Wut anders Ausdruck verleihen können als mich als Mutter zu schlagen.
Jedem das Seine!
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@lernen
Nein, das geht bei vielen nicht, da sie finanziell auf beide Einkommen angewiesen sind, oder es bewusst aus Jobgründen nicht machen wollen.
Ich doch auch okay!
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Ich unterscheide das Schlagen. Im Geschwisterstreit bewusst eingesetzt ist es ein Unding = Konsequenz. Im Trotzanfall war es für mich keine bewusste Handlung und Ausdruck von Unvermögen und hatte keine Konsequenz zur Folge. Ich wollte nie den Kindern ihre Gefühle "abklemmen" sondern wollte, dass sie sie "rauslassen". Ich hatte das Gefühl, wenn ich die Kinder für Gefühle dauernd bestrafe und alles Abwürge, hat das am Ende zur Folge, dass alles heruntergeschluckt oder hineingefressen wird. Und das schadet am Ende der Seele mehr als ordentlich Energie beim Trotzen :):):):)
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„Aber die Kita wegzulassen das geht auch nicht“ Aha.
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Ich sehe das anders. Klar, ein Kind braucht seine Eltern, da gebe ich dir Mutter recht.
Aber die Kita wegzulassen das geht auch nicht.
Ich kenne zudem viele Kinder sie sehr stark trotzen, die nicht fremdbetreut werden, oder Kinder die nicht so stark trotzen und immer in die Kita gingen.
Das ist schlussendlich auch ein Charakterzug in der Ich-Entwicklung.

Natürlich, man sollte ruhig bleiben, in Ich-Botschaften sprechen ( Ich möchte, dass du aufhörst zu schlagen, das tut mir weh und macht mich traurig, Zudem möchte ich trotzdem, dass du....dein Zimmer aufräumst, isst... ) und nachher die Situation besprechen. Aber manchmal geht das nicht und ich verstehe es sehr gut, dass man da auch einmal laut werden kann, das geht mir bei meinen beiden Jungs manchmal nicht anders.

Auch finde ich es ein Unding, ich würde es mir auch schlichtweg kein einziges Mal gefallen lassen, wenn eines meiner Kinder mich schlagen würde. Klar ich schlage nicht zurück, das geht gar nicht. Aber es hätte eine enorme Konsequenz zur Folge.
Auf keine Fall würde ich mir von einem 3 jährigen Kind so auf der Nase herumtanzen lassen, so nach dem Motto: Ich trotze jetzt mal, dann bekomme ich schon die Aufmerksamkeit die ich mir wünsche!
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Auch wenn es vielleicht unpopulär ist: dein Kind will dir mit seinem Verhalten zeigen, dass es seine Mutter braucht und nicht die Kita.
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Ich hatte das Gefühl, dass gehauen wird wenn die ihre Gefühle nicht mehr benennen können. Sodass das Hauen eigentlich aus einer Hilflosigkeit heraus entstand. Das war einfach die Beobachtung bei meinem Kind.
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Wenn eines haut sagte ich, dass tut mir weh (Gefühle benennen) und dass das nicht geht. Nach dem Trotzanfall wurde das bestrochen. Aufkeinen Fall wird zurückgehauen.
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Wenn ein Kind im Trotzanfall randaliert, sollten Eltern natürlich möglichst versuchen ruhig zu bleiben und überlegt zu handeln. Nützt nix wenn alle schreien, was soll den das Kind daraus lernen? Ruhig bleiben, auf die Gefühle eingehen und wenn der Abfall vorbei ist wird zusammen aufgeräumt (bei so einem Kleinen), Grössere müssen selbst.
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Ganz ehrlich,
ich würde auch wütend und laut werden, wenn mein Kind so randalieren würde, geschweige mich schlagen würde, das geht gar nicht.
Was machst du da? Setzt du ihm Grenzen, Hat ein solches Verhalten Konsequenzen?
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Ich würde sagen, er vermisst sein Mami ganz doll und lässt seine Gefühle erst abends raus, wenn er dich wieder hat.
Mein Kleiner (3) ist in der Kita auch immer ganz brav. Zu Hause dann auch voll überdreht. Ich arbeite auch viel, er testet mich auch voll, wenn ich dann mal frei habe. Das ist eine normale menschliche Reaktion finde ich. Ein wenig kuscheln etc. hilft bei uns viel. Auch mal kurz mich hinlege mit ihm, singen etc. Es ist anstrengend, ich weiss wovon du sprichst. Mein Grosser (5) möchte mir dann auch immer noch bis nach 21 Uhr alles erzählen vom ganzen Tag...
Es sind aber auch Phasen, Trotzphase!!
Irgendwie "easy" nehmen... sich in das Kind hinein versetzen..

Viel Geduld!
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Nach dem Gesetz der Resonanz würde ich fantasieren, dass Du, liebe Kita, vielleicht gar nicht mit ganzem Herzen hinter dem Entscheid stehst das Kind zur Krippe zu bringen. Plagen Dich tief im Innern Schuldgefühle? Denkst Du ab und zu, dass Du vielleicht zu ichbezogen bist?

Mal abgesehen davon, dass es in der Tat oftmals eine Reizüberflutung für kleine Kinder ist--- ich arbeitete auch in einer Krippe und erlebte dies oft.

Weil Du innerlich bereits erwartest, dass er schwierig wird, wird er es erst recht.

Vielleicht wäre es eine Lösung ihn weniger lang oder weniger oft hinzubringen. Oder zu akzeptieren dass er die emotionale Reife dafür noch nicht hat.

Du merkst ja, dass etwas nicht stimmt und es für ihn nicht stimmig ist.

Was sagt der Kleine selber dazu?

1 Kommentar

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das denke ich mir auch -- die Einstellung der Eltern ist ganz wichtig. Kleinkinder sind feinfühlig und spüren schnell, wenn die "Schwinungen" nicht stimmig sind :-)
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Ich finde es etwas zu einfach, es einfach auf die Krippe zu schieben. Klar, da läuft den ganzen Tag viel und die Reizüberflutung ist gross. Du sagst aber auch, dass er ja grundsätzlich gerne geht.

Ich glaube eher, dein Kleiner steckt mitten in der Trotzphase und vor allem in der Ich - Findung. Zudem testet er deine Grenzen aus...
Wie weit kann ich gehen
Was für Konsequenzen hat mein Handeln
bekomme ich so, das was ich will

Vereinbare mit ihm doch regeln wie zum Beispiel:
Nach einem Krippentag wird gemeinsam gekocht, gegessen und die Küche aufgeräumt. Dann ist Mami/Sohn Zeit, die ihr für etwas ganz besonderes nutz, dass ihm Spass mach, wie z:B. eine Geschichte vorlesen, etwas basteln, etwas singen....

So hat er nach einem Krippentag auch etwas, auf das er sich freut und ihr könnt so eher dem Stress und Ärger entgehen.

Und ja, Kinder sind anstrengend...meine manchmal auch. Aber das ist einfach so.

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Hast Du mal mit der Krippe geredet? Wie es da läuft?
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Ich denke ebenfalls nicht, dass die Situation nur der Trotzphase geschuldet ist. Da jeden Abend alles "ausartet" finde ich es zu ausgeprägt. Aber bestimmt liesse sich die ein oder andere Situation entschärfen. Beispielsweise könnte die Mutter das Kind im Buggi abholen, dann wäre das Heimgehen zügiger. Abends vielleicht verstärkt auf Rituale setzen, das erleichtert es dem Kind. Aus den Texten heraus lese ich, dass die Eltern auch angespannt sind ~ überträgt sich wohlmöglich ebenfalls aufs Kind. Erziehen bedeutet sich selbst zu reflektieren. Wie reagiert das Kind in welcher Situation und wie habe ich davor und danach reagiert? Daraus Schlüsse ziehen und versuchen Verbesserungen abzuleiten. Ist aber verdammt schwer :) und wie 1976 bereits angemerkt hat auch mega anstrengend :) und gelingt auch nicht immer, weil man oft in der Situation nach festgefahrenen Mustern reagiert und die zu ändern...phu...Herkulesaufgabe - finde ich :):)
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Nun ja, man könnte aber auch sagen, es sei ein bisschen zu einfach es auf eine reguläre Trotzphase zu schieben...

Eigentlich müsste man es wie testen können und ihn mal für eine Woche in der Krippe pausieren lassen oder nur halbtags bringen, falls das überhaupt geht.
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Vielen lieben Dank für die Anregungen.

Heute war ein toller Tag. Beim Frühstücken hat er angefangen zu trotzen, hat sich aber schnell eingefangen. Danach haben wir alle zusammen die Wohnung geputzt und sind am Nachmittag in das Tram Museum in Zürich. Er hatte viel Spass. Nach gemeinsamen Abendessen im Restaurant, ging das Zugehbett-Ritual ohne Probleme (Bettfertig machen, im Bett kuscheln und vorlesen bis er eingeschlafen ist).

Am Wochenende bekommt er sehr viel Aufmerksamkeit von mir und wir machen fast immer kleinkindgerechte Ausflüge. Da sind wir alle entspannter.

In der Kita soll es keine Probleme geben. Ich werde aber um einen Gespräch unter Erwachsenen bitten.

100% reines Gewissen habe ich sicherlich nicht wenn ich meinen Sohn in die Kita gebe - vermutlich wie fasst alle Mütter. Reduktion des Arbeitspensums ist nicht möglich.

Vielleicht sollte ich auch nach der Kita versuchen etwas Kleines mit zu machen (was, muss ich mir einfallen lassen). Vielleicht fühlt er sich überrumpelt weil es ein Abholen (mit dem Auto)-Essen (ich koche meistens vor)-Schlafengehen ist.

Die Tipps mit dem spielerischen Ablauf werde ich versuchen auch zu beachten.

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Also TV ist ja wieder Reizüberflutung... CD/Kassette finde ich besser nach Kita oder gemeinsam Bilderbuch ansehen...
Badet dein Sohn gerne? Wie wäre es mit einem gemütlichen Bad zum Entspannen?
Oder einfach draussen auf Balkon den Geräuschen der Natur lauschen (natürliche geht das mitten in der Stadt nicht gleich wie in ländlichen Regionen).
Hat dein Kind noch unverplante Zeit zu Hause? Einfach Mal ein Weekend ohne Programm... Zeit zum Erlebtes Verarbeiten?
Wie ist die Betreuung in Kita? Gibt es da sehr viele Praktikanten, Lernende im Verhältnis zu den ausgebildeten Mitarbeitern?
Was müssen die Angestellten neben der Kinderbetreuung alles machen? Kochen? Putzen? Wäsche waschen und verräumen? Viel Büroarbeit (Tagebuch pro Kind ect.) Oder bleibt die Zeit für Kinderbetreuung?
Wie setzt sich die Gruppe zusammen? Ist jemand dazugekommen neues Kind/Betreuerin die er nicht mag?
Nur Gedanken... Oder hat er beim abholen so Hunger? Was ist wenn du ihm dort bzw. auf dem Heimweg schon Essen und Trinken gibst? Ändert das Verhalten?
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Feuerwehrmann Sam, werde ich probieren Danke.

Normalerweise darf er nur fernsehen wenn er oder beide Eltern krank sind. Was haltet ihr davon ihn vielleicht 20-30min eine nette Serie anschauen zulassen (mit mir, zusammen kuschelnd). Steht halt sehr im Kontrast mit meinem aktuellen Umgang mit TV.

Bücher lesen machen wir schon als Einschlaf-Ritual.
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Oder es hilft vielleicht, beim Heimkommen eine halbe Stunde "Mamikuscheln" im Ehebett einzuplanen, das als Beispiel. Dort kann man erzählen vom Tag, toben, kuscheln, massieren, streicheln, herumalbern. Dann folgt das Kochen und Essen usw.

Eine grosse Sanduhr könnte helfen die Zeit einzuhalten.
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Oh, kennst Du den Feuerwehrmann Sam? Wenn er sich beim Heimfahren so ein Hörspiel anhören könnte? Die waren bei unserem Sohn schon ganz früh ein Highlight :-) dann hätte er was, worauf er sich bei der Heimfahrt freuen könnte und die sind eigentlich noch ganz herzig gemacht. Besteht einfach die Gefahr, dass ihm das mega gefällt - meiner rennt heute noch dauernd als Feuerwehrmann verkleidet rum :-) :-)
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Nach der Kita würde ich dem eh schon müden Kind nichts mehr zumuten. Höchstens noch was ruhiges mit Mami, Büechli anschauen oder sowas.
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Und wann erholt sich Dein Kind? Wann ist er alleine und wann kann er in der Ruhe "auftanken?"
Wann kann er alleine kreativ sein? Kann er sich alleine beschäftigen?
Hört er auch mal für sich eine Kassette? Bleibt er mal allein im Zimmer für 10 Minuten?

Ich bin ja diejenige mit der These Reizüberflutung. Und stelle ein grosses Fragezeichen dahinter ob es mit noch mehr lässem Programm wirklich getan ist---
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Ich empfehle dieses Buch:
Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn von Danielle Graf und Katja Seidel
Mir gefällt es sehr gut, ist locker zu Lesen, gibt m.E. gute Inputs und kann helfen gelassener zu werden.

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Also in dem Buch geht's ja auch um Empathie. Aber egal. Ich finde das so eine Frage in einem Forum nicht zufriedenstellend beantwortet werden kann. Es kennt dich und deine Familie ja niemand. Da kann man also wild drauflos spekulieren.
Kann ja sein das:
dein Kind nicht glücklich ist in der Kita,
das es reizüberflutet ist,
das ihr irgendwelche Probleme habt zuhause,
das du grundsätzlich unzufrieden bist mit eurer gewählten Lösung,
dich oder auch dein Kind etwas ganz anders dringender beschäftigt,
er irgendwelche gesundheitlichen Probleme hat,
du nicht zufrieden bist bei der Arbeit..............
so lässt sich die Liste endlos fortsetzen.
Zudem kommt ja auch noch, das wir deine Beziehung zum Kind nicht kennen und schon gar keine Ahnung haben welche Grundsätze du vertrittst.
Das wäre in einem persönlichem Gespräch wahrscheinlich um einiges leichter und nicht so langwierig dir zu "helfen"
Daher kann ich eigentlich nur raten, dich mit guten Freunden auszutauschen bei denen du weisst das sie zuhören und somit eher auf passende Ideen zu eurer Familie kommen. Sonst kannst du auch bei familylab.ch die Seminarleitungen durchschauen und evtl. mal für eine Familienberatung anschreiben. Vielleicht findest du da auch jemand der in deiner Nähe ist und keine allzu teuren Preise verlangt.
Ich wünsche dir und deiner Familie auf jeden Fall alles Gute und das ihr einen guten Weg finden werdet.
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Das Buch habe ich gelesen, es hilft gelassener zu werden. Bei mir ist aber die Situation spezielles weil ich mir Sorgen mache wieso mein Kind so durchdreht.
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ich frage mich sowieso, warum man die kleinen in die kita bringt. schliesslich wollte man doch kinder haben. beide gehen arbeiten nur wegen dem luxus.

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www.beobachter.ch/geld/ahviv/als-mutter-teilzeit-arbeiten-ein-ehemann-ist-keine-altersvorsorge

Die Entscheidung ob und wieviele Kinder, ob und wieviel Kitabetreuung ist echt nicht einfach. Jede/r machts doch nach bestem Können.. peace ;)
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Tatütata, warum eigentlich so angriffig?!
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Mutter, komm einbisschen von Posten der Mütterpolizei runter, ja? Die Frage war genau so gemeint, denn es wird immer so getan als könnten sich Kinder nur in der Krippe Sozialkompetenzen aneignen.
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Was ist das bloss für eine Frage?
Denkst du, dass sich Mütter die für ihre kleinen Kinder zu Hause bleiben, sich nicht mit anderen Mütter und deren Kinder zum spielen treffen, nicht mit ihnen auf den Spielplatz etc. gehen?
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Weisen den Kinder die nicht in einer Krippe waren Defizite in ihren Sozialkompetenzen auf?
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Ja und so weiss auch jeder hier, dass nicht alle Kinder gleich sind. Und diesem Kind hier fehlt einfach die Mutter- das zeigen erwähnte Beispiele deutlich.
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Eine "Fremdbetreuung" fördert die Sozialkompetenz, dass weiss ja wohl jeder hier.
Ich bin auch nicht dafür, ein Kind jeden Tag in die Kita zu bringen. 1-2 Tage schadet aber bestimmt niemandem, bei einer gut geführten Kita.
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Bitte es geht doch nicht ums Thema Kita/ja oder nein!

Es gibt eine. Sprichwort: Für die Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf.

Weshalb nicht Kita?

Habt ihr das Gejammer von Grosseltern auch schon Mal mitbekommen? Wie anstrengend es ist regelmäßig auf Kleinkinder aufzupassen, immer abrufbereit zu sein ect.? Ist diese Lösung besser?

Und es haben noch lange nicht alle Familien die Möglichkeit ihre Kinder in der Verwandtschaft betreuen zu lassen.

Jede Familie sucht für sich selbst eine Lösung. Akzeptiert diese doch einfach.
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Bravo "Kita"!
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Leider merkst du nicht, dass du deinem Kind in deiner Rolle als Mutter nicht die "Grundversorgung" bietest. Genau das will dir dein Kind mit seinem Verhalten zeigen.
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Egal ob mit der Arbeit heute im Büro oder früher auf dem Feld-Kinder wurden schon immer durch mehrere Personen betreut. Im Allgemeinen bin ich davon überzeugt dass eine gute Kita Kindern nicht schadet. Bei Auffälligkeiten im Verhalten meines Kindes mache ich mir selbstverständlich dennoch Sorgen und versuche die Ursache herauszufinden.

Ja,ich wollte Kinder - ich bin gerne bereit Zeit zu investieren UND möchte ihm mehr als die Grundversorgung bieten.
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wenn man nicht einmal die grundversorgung decken kann, warum stellt man den kinder auf die welt?
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Die Frage ist immer wie man Luxus definiert ;) Man könnte in beide Richtungen argumentieren.
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Wieso Luxus? Vielleicht reicht ein Einkommen einfach nicht um die Grundversorgung zu decken.
Und wenn, dann schliesst das Eine das Andere doch nicht aus. Muss man denn als Eltern auf alles verzichten, nur weil man sich für Kinder entschieden hat?
Ich finde nein.
Aber zum Glück gibt es da kein Richtig oder Falsch, sondern nur das was für jede Familie individuell stimmt!
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Jaaa genau so ist es! #ironie
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ein anderer Ansatz für einen Blickwinkel auf diese Geschichte, die ja im Positiven doch so einiges ins Rollen bringt...

Heute sind die Ansprüche sehr hoch und selbstverständlich geworden. Viele Mütter haben heutzutage ihren Haushalt im Griff, immer alles aufgeräumt, geputzt ect., sind adrett anzusehen und pflegen sich, sind die perfekte Partnerin für den Mann, gegen ihrem Kind ganz viel Liebe und setzen sich bewusst mit der Kindererziehung auseinander. Viele arbeiten Teilzeit, das bringt Geld um sich was leisten zu können und Befriedigung für einem selber.
Der Preis dafür ist oftmals höher als dass man selber wahrnimmt. Viele Mütter sind energiemässig an ihren Grenzen. Manche sind so tief darin verstrickt, dass sie gar nicht mehr anders können als gegen aussen die Fassade der perfekten Familie aufrecht zu erhalten. Sie können nicht mal mehr spontan abschalten und der Kleiderberg liegen lassen. Oder das Nachtessen nicht kochen und eine fixfertig Pizza kommen lassen. Wann und wo tanken solche Menschen auf? Hören solche Menschen auf die vielen Signale und auf die inneren Alarmglocken? Nein. Meist kommt dann irgendwann der Hammer. Oft sehr hart um die Menschen aufzurütteln, zum Beispiel Unfälle oder Krankheiten.

Denkt mal nur an die Häuser. Wer hat heutzutage keinen gepflegten Garten? Bei wem stehen unaufgeräumte Dinge rum?... Solche Anblicke sind selten geworden.

So betrachtet würde das Kind indirekt ihr ein Signal senden: Gib mir Zeit für Ruhe und Musse. Vielleicht würde das auch ihr gut tun und das Kind spiegelt in dem Sinne ihre inneren eigentlichen wahren Bedürfnisse.

Ich sage nicht dass es so ist, aber es könnte ja so sein. Und wenn es nicht auf sie zutrifft, dann vielleicht auf jemand anderem.

Ich denke einfach: Wenn man klipp und klar sagt, "ich habe fast den Nerv und Energie nicht mehr " und dann beschliesst man noch mehr Energie zu investieren und schenken für den Anderen... so ist das ehrenhaft, aber auch eine Gratwanderung irgendwo... wobei manchmal lohnt sich das Ueberwinden.

Hauptsache man folgt dem Herz. Das wäre auch meine Antwort auf Krippe ja oder nein. Es ist nicht für alle Kinder passend und nicht für alle Mütter. Punkt.
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Nun ja Kita, Du suchst ja das Gespräch mit der Krippe und das finde ich sehr gut. Vielleicht magst Du uns später berichten darüber. Eventuell findest Du ja in diesem Gespräch dann die Antwort auf deine Frage, warum sich dein Kind so verhält. Viel Glück dabei, wir drücken Dir beide Daumen dass es gut geht.
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@Kita
Wie verlief das Gespräch mit Kita?

1 Kommentar

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Das Gespräch mit der Kita war sehr konstruktiv. Es gäbe keine Auffälligkeiten. Mein Sohn sei in der Gruppe integriert, würde gut mich sich reden lassen, hätte keine Wutanfälle und müsste selten weinen. Man hat mir angeboten stärker darauf zu achten dass er nicht soviel tobt und sich entsprechend schont. Dafür sehe ich aktuell keinen Bedarf. Kinder sollen ihren Bewegungsdrang freien lauf lassen und mit anderen Kindern toben.

Das Gespräch mit der Erziehungsberatung ist nächste Woche. Der Berater möchte selber mit dem Kind sprechen (in meiner Anwesenheit). Bin gespannt auf das Ergebnis.
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Da hilft nur ganz viel Geduld und Verständnis mit deinem Kind. Meine ist auch in der Kita und macht dort schon lange keinen Mittagsschlaf mehr, so ist sie auch richtig müde, wenn wir abends nach Hause kommen. Ich würde dann von ihr nicht mehr einfordern, dass sie sich z.B. alleine auszieht und den Pijama anzieht. Ich finde das sowieso früh. Ich habe bei meiner Grossen damals auch den Fehler gemacht, dass ich der Meinung war dass sie etwas können muss, sie aber in dem Moment noch nicht soweit war. So hat sich die Situation dermassen hochgeschaukelt, weil ich keine Geduld hatte und Erwartungen in sie, die sie nicht erfüllen konnte. Hätte ich ihr einfach geholfen dabei, dann wäre vieles entspannter abgelaufen. Bei meiner Kleinen habe ich den Eindruck, dass sie mich nur schlägt wenn sie dass Gefühl hat, dass sie und ihre Bedürfnisse nicht von mir wahrgenommen werden sondern ich meine Bedürfnisse über ihre stelle.
Ausserdem sage ich mir immer wieder, dass schreien nichts bringt, weil es das Kind nur noch mehr belastet und mich selber auch. Ich muss mich also zusammenreissen und mich selbst und meine Bedürfnisse (Feierabend, meine Ruhe haben) in den Hintergrund stellen. Sicher gibt es auch mal Abende, an denen ich nicht so die Nerven habe, aber schlussendlich bewirkt es genau das Gegenteil, wenn ich genervt bin und das müde Kind vielleicht auch noch anschreie. Und bei mir sorgt es für ein schlechtes Gewissen, weil ich meine Kleine so in den Schlaf geschickt habe - meine Grosse hat damals sogar mit schlechten Träumen reagiert. Die Belohnung dafür bekomme ich dann, wenn mein Kind früher im Bett ist und schläft, dann habe ich nämlich Zeit für mich.
Wir haben eigentlich immer den gleichen Ablauf am Abend. Wir kommen heim, das Kind darf noch etwas spielen und später das Sandmännchen schauen, danach bekommt es etwas zu essen, dann umziehen, Zähnchen putzen und eine Gutenacht-Geschichte und dann gibt es Licht aus. Ich nehme es ihr nicht übel, wenn sie schlecht gelaunt ist sondern versuche, es mit Humor zu nehmen weil ich weiss ja, woran es liegt. Da kann es dann auch sein, dass ich sie mal füttere wenn sie einfach zu müde ist, um so wie sonst selbst zu essen oder wir lassen das Abendessen auch mal ausfallen, weil sie keinen Hunger hat.
Beim Abholen in der Kita ist es auch manchmal so, dass sie noch nicht soweit ist um mitzukommen. Unsere Betreuerinnen sind da sehr geduldig und wenn das Kind da nochmal 5 Minuten länger rumrennt stört das nicht, in der Zeit kann ich mich noch mit einer anderen Mutter unterhalten oder mich darüber informieren, wie der Tag gelaufen ist. Wir bringen den Kindern doch auch bei, dass wir nicht immer gleich alles hinschmeissen wenn sie etwas von uns wollen, warum verlangen wir es dann aber von ihnen? Wir sind auch stinkig und schlecht gelaunt, wenn wir müde sind, nur können wir uns mit Worten ausdrücken wenn uns etwas stört, bei Kindern fliegt halt mal was über den Tisch oder sie versuchen uns zu schlagen. Es liegt an uns, ihnen beizubringen, wie man adäquat mit Wut, Ärger, Ungeduld etc. umgeht und das schaffen wir nicht, indem wir sie anschreien und die Nerven verlieren.

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