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ProjektGeplanter Kaiserschnitt - suchen schwangere Frauen ab der 32. SSW

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Studie der Universität Zürich:

Wird Ihr Baby per geplantem Kaiserschnitt zur Welt kommen?

Wir untersuchen psychobiologische Aspekte von Stress bei schwangeren Frauen und wie diese mit dem Schwangerschaftsverlauf, biologischen Parameter in der Plazenta und dem Wohlbefinden von Mutter und Kind vor und nach der Geburt zusammenhängen. Dabei interessieren wir uns auch für Schutzfaktoren, denn enzymatische Prozesse in der Plazenta scheinen das ungeborene Kind vor übermässigem Stress abzuschirmen.

Das Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss von Stress während einer Schwangerschaft besser zu verstehen.

Wir suchen gesunde schwangere Frauen ab der 32. Schwangerschaftswoche aus dem Raum Zürich, welche einen Termin für einen geplanten Kaiserschnitt erhalten haben (aufgrund von Beckenendlage, Re-Sectio oder Wunschkaiserschnitt) und die:

• zwischen 18-45 Jahre alt sind,
• sich in einer heterosexuellen Partnerschaft befinden,
• keine Schwangerschaftskomplikationen haben,
• mit einem Kind schwanger sind (keine Mehrlingsschwangerschaft),
• nicht durch künstliche Befruchtung schwanger geworden sind,
• kein Über- bzw. Untergewicht haben,
• psychisch und körperlich gesund sind,
• keine Medikamente und/oder Drogen einnehmen
• nicht rauchen während der Schwangerschaft
• keinen Alkohol konsumieren während der Schwangerschaft
• sich während der Schwangerschaft nicht vegetarisch ernähren.

Was auf Sie zukommt:
• 1 x 1.5 Stunden ab der 32. Schwangerschaftswoche, nach Bestätigung Ihres Termines für den geplanten Kaiserschnitt, wo wir Sie zu einem Interview einladen
• 1 x 0.5 Stunden nach der Geburt, um einen abschliessenden Fragebogen auszufüllen
• Einmal vor und nach der Geburt von zu Hause aus: selbständiges Sammeln von Speichelproben und das Ausfüllen eines kurzen Fragebogens (5 Minuten)
• Direkt nach der Geburt würden wir aus der Plazenta Proben entnehmen (für Sie entsteht hierfür kein zusätzlicher Aufwand)
• Wir würden uns freuen, wenn auch Ihr Partner unsere Fragebögen (online) beantworten würde!

Von uns für Sie: Als Entschädigung erhalten Sie 180.- CHF, Produkte unserer Sponsoren aus den Bereichen Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft und eine Zusammenfassung der Studienresultate. Auf Wunsch können Sie zudem gerne eine kostenlose psychologische Beratung zum Thema Schwangerschaft und Elternschaft in Anspruch nehmen.

Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich bei uns unter j.hunold@psychologie.uzh.ch oder per Telefon unter 044 635 7360.
www.psychologie.uzh.ch/ichbinschwanger/aktuellestudien/geplanterkaiserschnitt.html

Ihr Forschungsteam am Psychologischen Institut der Universität Zürich
M. Sc. Julia Hunold, Dr. phil. Pearl La Marca-Ghaemmaghami und Prof. Dr. rer. nat. Ulrike Ehlert

Diese Studie wird in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Geburtshilfe des Universitätsspitals Zürich durchgeführt. Die Studie wurde von der Kantonalen Ethikkommission Zürich genehmigt und wird vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert.Für medizinische Fragen ist weiterhin Ihr behandelnder Arzt/Ihre behandelnde Ärztin zuständig.

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7 Antworten

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Für Stress in der Schwangerschaft wäre ich die optimale Probandin gewesen, habe als Managerin noch einen Tag vor der Geburt bis Abends gearbeitet - und das selten unter 50h/Woche. Aufgrund von BEL gabs einen geplanten Kaiserschnitt.
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Wir sind weiterhin auf der Suche nach gesunden schwangeren Frauen ab der 32. Schwangerschaftswoche aus dem Raum Zürich, welche einen Termin für einen geplanten Kaiserschnitt erhalten haben.
Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich bei uns unter j.hunold@psychologie.uzh.ch
Ihr Forschungsteam am Psychologischen Institut der Universität Zürich
M. Sc. Julia Hunold, Dr. phil. Pearl La Marca-Ghaemmaghami und Prof. Dr. rer. nat. Ulrike Ehlert
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Weiterhin sind wir auf der Suche nach gesunden schwangeren Frauen ab der 32. Schwangerschaftswoche aus der Region Zürich, welche einen Termin für einen geplanten Kaiserschnitt erhalten haben.

1 Kommentar

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Wollt ihr es nicht mal in den Privatspitälern versuchen?
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Wir sind weiterhin auf der Suche nach gesunden schwangeren Frauen ab der 32. Schwangerschaftswoche aus dem Raum Zürich, welche einen Termin für einen geplanten Kaiserschnitt erhalten haben.

2 Kommentare Sortierung: Neuste Bewertung Chronologisch

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Danke, dass diese sehr wichtigen Aspekte erwähnst. Ich selbst hatte einen (Not-)Kaiserschnitt und empfand diesen als sehr schlimm. Wie das Kind aus mir herausgerissen wurde, werde ich niemals vergessen. Beim zweiten Kind drängte mich mein Arzt auf einen geplanten Kaiserschnitt. Ich habe mich erfolgreich gewehrt und hatte eine unkomplizierte normale Geburt. Es ging mir psychisch viel besser und die allgemeine Erholungszeit ist nicht zu vergleichen. Aber mit einem Kaiserschnitt ist der Ops, das Ops Team "verkauft", der Arzt ist "schneller" wieder "frei" und das Spitalbett länger verkauft. Diese wirtschaftlichen Faktoren sind nicht zu unterschätzen.

Ich berichte hier nur von meinen eigenen Erlebnissen - ich stehe jeder Frau ihre eigene Entscheidung zu und weiss auch, dass natürliche Geburten Frauen traumatisieren können.
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Klärt ihr auch über die Langzeitfolgen für Mutter und Kind nach einem Kaiserschnitt auf und forscht ihr auch darüber?

Beispielsweise über:

Langzeitfolgen:
Noch immer werden Frauen über die Langzeitfolgen eines Kaiserschnitts zu wenig aufgeklärt. Vor allem die Auswirkungen auf die weiteren möglichen Schwangerschaften sind es, über die Frauen meist wenig Bescheid wissen. Kaiserschnittmütter werden seltener ein zweites Mal schwanger. Das Risiko für Plazentaeinnistungsschwierigkeiten in der Folgeschwangerschaft ist deutlich erhöht sowie die Wahrscheinlichkeit für eine Uterusruptur während der nächsten Geburt. Eine Frau, die einmal per Kaiserschnitt entbunden hat, wird bei der nächsten Schwangerschaft als Risikopatientin behandelt und ihre Wahlmöglichkeiten für die folgende Geburt sind deutlich eingeschränkt. Eine Frau sollte deshalb immer auch nach dem Gesichtspunkt der weiteren gewünschten Schwangerschafte beraten und behandelt werden.

Psychische Auswirkungen:
Auf der psychischen Ebene bedeutet ein Kaiserschnitt für viele Frauen ein verhindertes Geburtserlebnis. Ob ein Kaiserschnitt für eine Frau zu einem belastenden oder gar traumatischem Ereignis wird, ist von vielen Faktoren abhängig- denn entscheidend ist zum Beispiel, wie der Kaiserschnitt abgelaufen ist, ob die Frau mitbestimmen konnte oder nicht, ob sie Angst um ihr eigenes oder das Leben ihres Kindes hatte und vor allem ob sie während der Geburt durch medizinisches Personal oder Angehörige Unterstützung erlebt hat.
Frauen kämpfen häufig mit folgenden Gefühlen: Trauer, Enttäuschung, Wut, Versagensgefühle, Selbstzweifel, Ohnmacht, Angst oder Schuldgefühle;
Gedanken wie "es nicht geschafft zu haben", "keine richtige Geburt erlebt" , "zu früh aufgegeben" , nicht genug ausgehalten zu haben", können sehr quälend sein.
Frauen nach einem Kaiserschnitt leiden häufiger unter Stillproblemen. Die Mutter-Kind Interaktion findet später statt und ist durch Wundschmerzen deutlich erschwert. Aufgrund eines erschwerten Stillbeginns stillen Sectio-Frauen weniger und kürzer als spontan Gebärende.

Folgen für das Kind:
Per Kaiserschnitt entbundene Kinder haben mehr Anpassungsschwierigkeiten und ein höheres Risiko per Maske beatmet werden zu müssen.
Ein Kaiserschnitt ist eine weitaus belastendere Geburt für ein Kind als eine gewöhnliche Spontangeburt- weil der Organismus des Kindes nicht durch die natürlichen Wehen auf den Übergang zwischen intrauteriner zu extrauteriner Welt vorbereitet wird. Das Kind wird sozusagen herausgerissen und hat kaum Zeit sich selbst auf diesen Wechsel einzustellen. Aus diesem Grund ist es auch für ein Kind wesentlich vorteilhafter, echte Wehen erlebt zu haben- auch wenn die Geburt womöglich dann nach vielen Stunden mit einem Kaiserschnitt endet. Aus der pränatalen Psychologie weiß man schon lange, dass Kinder vor der Geburt mit allen Sinnen wahrnehmen können. Die Geburt eines Menschen ist der erste ganz wichtige Kontakt mit der Welt "draußen" und kann bei einem traumatischen Verlauf eine Quelle von Angst darstellen. Auffälligkeiten im Verhalten des Kindes wie zum Beispiel häufiges Schreien, starke Berührungs- oder Trennungsängste oder schreckhaftes Aufwachen können ursächlich mit dem Kaiserschnitt zusammenhängen.
Neuere Studien weisen auf ein erhöhtes Allergie-, Asthma- u. Diabetesrisiko als auch vermehrte Immundefekte und Leukämien bei Kaiserschnittkindern hin.

Zwei meiner Freundinnen haben nämlich einen Wunschkaiserschnitt vereinbart, völlig unnötig da sie nur Schiss vor einer natürlichen Geburt haben. Zudem sie über die Folgen eines Kaiserschnitts – gerade über den psychologische Aspekt- nicht informiert wurden.
Wenn ihr darüber Informationen und Forschungsergebnisse habt, sag ich meinen Freundinnen sofort sie sollen sich bei euch melden, um die Folgen eines völlig unnötigen Kaiserschnitts dank eurer Forschung doch noch zu verhindern.
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@ ich_hätte_da_zwei
Danke für deinen Beitrag. Ich finde es immer wieder erschütternd wie in der Medizin die "weisse Gewalt" verhamlost, ignoriert und schöngeredet wird. Opfer werden belächelt.
Ein Kaiserschnitt, so wie andere interauterine Eingriffe, sind für das Kind nichts anderes als ein Akt der Gewalt. Da das Ungeborene weder Schutz, noch Ausdrucksweisen, noch das Bewusstsein zur Verarbeitung hat, können solche Eingriffe verheerende Folgen für das Kind haben. Diese Tatsachen werde gerade von behandelnden Ärzten konsequent ignoriert.
Ich erfuhr am eigenen Leib fünf interauterine Blutaustausch, Kaiserschnitt, Brutkasten usw. Die seelischen und gesundheitlichen Folgen sind für mich bis heute fatal. Von den Ärzten und somit vom Gesundheitssystem erfuhr ich bis heute keine Unterstützung. Ich bin damit auf mich alleine gestellt.
Die Aufarbeitung und das erarbeiten der im Unterbewusstsein gespeicherten Erlebnisse nehme viel Energie und Zeit in Anspruch. Das Wissen dazu muss man sich erst erarbeiten. Die enormen Schmerzen nimmt mir keiner ab. Die hohen Kosten trage ich alleine und bin für eine vollzeitige Erwerbstätigkeit nicht im stande.
Bitte ignoriert nicht einfach und bewusstlos die Gegebenheiten des Lebens. Alles hat einen Sinn, alles gehört zusammen. Ich bin heute mitte 30. durch die bis heute andauernden Folgen der Geburtstraumen, hab ich mein Sein im Leben nie als Leben empfunden.

1 Kommentar

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Überlebender- kann sein, dass Dir viel Unrecht (bewusst/unbewusst) widerfahren ist- auch von der Medizin...... nichts gegen "Aufarbeitung"- aber wenn der Blick fast nur noch "rückwärtsgewandt" ist und es einem fast "erdrückt", dann wird es höchste Zeit, mehr vorwärts zu schauen. Hab auch so einiges erlebt-- und habe dabei gelernt, mich an dem zu freuen, was mir das Leben im MOMENT so an kleinen Freuden immer wieder schenkt..... alles Gute :-)
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Vielen Dank für Ihr Interesse und für Ihre persönlichen Beiträge.

In der erwähnten Studie untersuchen wir psychobiologische Aspekte von Stress bei schwangeren Frauen und wie diese mit dem Schwangerschaftsverlauf, biologischen Parameter in der Plazenta und dem Wohlbefinden von Mutter und Kind vor und nach der Geburt zusammenhängen. Dabei interessieren wir uns auch für Schutzfaktoren, denn enzymatische Prozesse in der Plazenta scheinen das ungeborene Kind vor übermässigem Stress abzuschirmen. Das Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss von Stress während einer Schwangerschaft besser zu verstehen.

Auf unserer Webseite www.ichbinschwanger.ch finden Sie Informationen zu weiteren aktuellen Studien und bisherige Forschungsergebnisse rund um das Thema Stress und Schwangerschaft.

Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne bei uns melden.

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Nach wie vor sind wir auf der Suche nach gesunden schwangeren Frauen ab der 32. Schwangerschaftswoche aus der Region Zürich, welche einen Termin für einen geplanten Kaiserschnitt erhalten haben.
Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich bei uns unter j.hunold@psychologie.uzh.ch
Ihr Forschungsteam am Psychologischen Institut der Universität Zürich
M. Sc. Julia Hunold, Dr. phil. Pearl La Marca-Ghaemmaghami und Prof. Dr. rer. nat. Ulrike Ehlert

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