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SmalltalkFrauen die sich trotz Antidepressiva für Kinder entschieden haben?

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Hallihallo zusammen
Mich interessiert, ob es Frauen gibt, die sich trotz Antidepressiva für Kinder entschieden haben. Falls ja; hatte das Neugeborene grosse Anpassungsschwierigkeiten ("Entzug")? Wie geht ihr mit den genetischen Faktoren um, die euer Kind eventuell geerbt hat? Merkt ihr überhaupt etwas davon? Bin gespannt auf Antworten.
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Depression Kinder

12 Antworten

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Aus Liebe zum Kind würde ich unter diesen Umständen in diesem Leben eine andere Erfüllung suchen.

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Danke für deine Worte, Marie. Gerne würde ich von dir hören wie das so "funktioniert" bei euch, auch wie das Umfeld auf die Schwangerschaft reagiert hat etc.
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Eine derart unqualifizierte und pauschalisierende Antwort ist anmassend.
Niemand ist perfekt - ich nehme auch ADs (und Ritalin - beides wegen ADHS; und ADHS und Hochsensibilität sind ja nahe zusammen ... Bin gerne bereit, mich auszutauschen) und bin trotzdem eine liebende, aktive und ich würde sogar behaupten gute Mutter.
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Ja, vom Verstand her weiss ich, dass es besser wäre und halt auch egoistisch wenn ich trotzdem ein Kind zeugen würde. Mein innerer Konflikt ist halt: ich wünsche es mir so sehr.
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Ich finde, dass es keine pauschale Antwort gibt. Das ist doch ganz davon abhängig, warum man Antidepressiva nimmt. Ist es eine lange, womöglich lebenslange Behandlung oder eine Vorübergehende?
Welche Art von Therapie macht man?
Welche Auswirkungen kann eine SS und Geburt auf die Krankheit haben?
Auswirkungen aufs Kind?

Was meint der Arzt?

1 Kommentar

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Der Arzt meint, ich solle absetzen wenn ich eine SS plane. Allerdings weiss ich nicht, wie ich darauf reagieren würde, ob ich zB.arbeiten könnte. Ob ich die Medis das Leben lang nehmen muss, weiss ich nicht. Ich nehme sie (mit 2 Unterbrüchen von je etwa 9 Monaten) seit 9 Jahren. Nehmen tue ich sie weil ich durch das Cortisol, welches ich wegen Hochsensibilität häufiger als andere ausscheide ein Ungleichgewicht im Serotoninspiegel habe. Es ist also viel einfach in meinem Gehirn. Natprlich mache ich seit über 20 Jahren Therapie. Diese ändert allerdings nur bedingt die Botenstoffverarbeitung im Gehirn. Da ich jetzt ü30 bin, frage ich mich halt wie das mit Kindern aussieht.
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Hallo
Ich bin Mutter geworden trotz Antidepressiva. Ich nehme Zoloft und das ist eines der unbedenklichsten ADs in der Schwangerschaft (Bei Fragen bitte den Arzt fragen)
Das Kind hatte keinerlei Anpassungsschwierigkeiten. Ich mag solche Pauschalisierungen nicht...
Mein Kind hat mein Leben verändert und hat die Beste Mama der Welt. Es gibt eine gute Seite www.embryotox.de
Dort steht welche Medis man in der Schwangerschaft nehmen kann.
Lg

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In der SS hatte ich 9 Monate keine Depressionen, war rundum glücklich, nur körperlich gings mir nicht so toll...
Danach hatte ich postp. Depressionen aber ging schnell weg und wenn ich mir das alles so anschaue, wie sehr das Kind mein Leben bereichert hat und wieviel Freude es bringt und mich auf einen guten Weg gebracht hat: Jederzeit gerne wieder
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Haben sich deine psychischen Beschwerden in der SS verstärkt oder wie verhielten die sich? Hattest auch angst von postpartale Depression?
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Toll! Von Herzen alles Gute euch!
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Nein, alles Top bis jetzt.
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Ah, ist hilfreich. Ich nehme auch ein Generikum von Zoloft. Wie ist es bei euern Kindern, haben die das "Hochsensible" oder "Depressive" geerbt (Gene)? Denn ich habe es auch vererbt bekommen.
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Kann "depri" ebenfalls zustimmen. War bei mir genau so.
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Danke vielmals! Das macht Mut.
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Liebe Matilda, ich bin in einer Gruppe in der alle Frauen Fehl - und Todgeburten hatten und wieder schwanger werden möchten. Es gibt sehr viele die Antidepressiva nehmen müssen. Es gibt ganz klar solche die man während einer Schwangerschaft und Stillzeit nehmen darf, ohne dass es Auswirkungen auf das Kind hat. Sprich mit einem Arzt darüber, er kann Dir sicher weiter helfen und Dich diesbezüglich beraten. Ich denke das Allerwichtigste ist in so einem Fall die kompetente Begleitung.
Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute!

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Ja, das denke ich auch, dass absetzen kein guter Zug wäre. Denn wer weiss, mit welchen Emotionen seitens der Mutter ein Kind im Bauch und auch nach der Geburt aufwächst. Da ich so gut reagiere auf das Medi, sagt mir mein Gefühl auch eher "nicht absetzen".
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Ich kann da Deine Bedenken sehr gut verstehen. Für mich als Kind war es die Hölle mit einer depressiven Mutter aufzuwachsen. Aber damals waren die Medikamente beschränkt, heute hat man ganz andere Mittel und Dosierungen und grundsätzlich andere Ansätze. Dass Du Angst hast diese Krankheit weiter zu vererben kann ich auch verstehen. Nur kann Dir das leider niemand sagen ob es so sein wird oder nicht.
Ich denke die Entscheidung ob ein Kind oder nicht musst Du mit Deinem Partner ganz alleine entscheiden. Wenn Dein Umfeld stimmt, Du im Notfall immer auf Unterstützung zählen kannst und es Dir mit der Medikation so gut geht, warum nicht?! Aber Medikamente absetzen wäre ganz sicher falsch, das versteht ja jeder Laie. Ich würde mir mal eine Zweitmeinung holen und vielleicht gibt es ja auch eine Selbsthilfegruppe die Dir weiter helfen könnte mit Infos über die Krankheit und Schwangerschaft und bezüglich Weitervererbung.
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Ja, ich habe bereits eines, das man nehmen darf. Er meint trotzdem, ich solle absetzen und das verunsichert mich.
Bzgl.Vererbung; mein Vater ist auch depressiv und hat deshal IV - wir Kinder haben es beide "geerbt". Darum mache ich mir halt schon Gedanken.
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Absetzen ist sicher nicht der richtige Weg, eher ein Wechsel auf ein Medikament welches in der Schwangerschaft erlaubt ist. Aber ich bin kein Arzt, kann nur von den Erfahrungen berichten welche die anderen Frauen mitteilen. Allenfalls würde ich hier eine Zweitmeinung einholen.

Bezüglich der Vererbung ... Meine Mutter ist schwer depressiv. Wir sind vier Kinder und keiner hat es geerbt, ein Bruder hat allerhöchstens leichte Tendenzen. Ich würde mir da nicht so viele Gedanken machen.
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Liebe Sternchen, danke vielmals. Das weiss ich. Trotzdem vererbt man ja ev. auch gewisse "Tendenzen" weiter und ich möchte ja nicht, dass mein Kind dann auch solch schrecklich traurige Episoden erleben muss. Vom Internet habe ich die Info, dass Zoloft relativ wenig macht. Mein Arzt sagt eben jedes Mal wenn ich ihn frage, ich solle absetzen bevor ich eine SS plane. Allerdings frage ich mich was das kleinere Übel ist: absetzen und ein angstvoll-depressives Mami sein oder es nehmen und gemittet sein und dafür das Risiko tragen, dass es meinem Kind schadet. Oder eben kein Kind zeugen, was mich sehr, sehr schmerzen würde.
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Okay, mein Beitrag ist jetzt vielleicht nicht so toll---

Die Chancen dass dein Kind auch mal depressiv wird stehen 50:50. Das kannst du wirklich nicht vorher wissen, also ist es müssig darüber Gedanken zu verlieren.

Und wenn es Probleme hat, kennst Du ja mögliche Wege. Ich hätte einfach nach oben gebetet: Lieber Gott, bitte gib mir nur ein Kind wenn ich die nötige Kraft dazu habe und wenn es für das Kind okay ist, allenfalls depressiv zu sein.

Hast du je mal deiner Mutter Vorwürfe gemacht dass sie dich gezeugt hat obwohl sie depressiv ist?

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Ps. Kinder sind meiner Meinung nach nicht da, um die Eltern glücklich zu machen.
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Rein die Entscheidung zur Zeugung ist meines Erachtens egoistisch. Man will sich, resp.die Liebe, die einen mit dem Partner vereint, "verewigen". Da fragt man sich doch vor der Zeugung schon: WAS genau ist an mir so UNFASSBAR TOLL, dass ich es verewigen will. Es gibt bereits (zu) viele Menschen auf unsrer Erde. Da müssen meine Gene ja nicht in die nächste Generation um das Überleben der Menschheit zu sichern. Das ist zB. einer von ganz vielen Gedanken, mit denen man sich auseinander zu setzen hat wenn man sich Kinder wünscht.
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Nun, ich bemerke ab und zu sogar bewusst zu den eigenen Kindern, wie sehr dass ich sie gewollt habe und wie glücklich sie mich gemacht haben, wie sie waren als Kleinkinder und und...

Es ist doch schön zu hören "hey, du bist willkommen. Du warst gewünscht gewesen!"

Wo ist es Egoismus und wo nicht? Immerhin laden wir uns eine grosse Verantwortung damit auf, verpflichten uns für viele Jahre für jemand anders da zu sein. Das ist auch was.
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Ps. Von den "Prüfungen" mag ich momentan nix hören, das ist oft in der Kirche Thema und ich denke nicht, dass Gott uns so häufig wie viele denken "plagen" und "testen" will. Wir leben eh aus der Gnade und wer weiss das besser als Gott selber?
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Ich habe nicht Angst vor den eventuellen Vorwürfen, sondern davor, dass ich keine Antwort ausser meinen "Egoismus", MEINEN Wunsch nach Kindern hätte. Naja, so mancher Teenager hat doch seinen Eltern ab und zu an den Kopf geworfen wie egoistisch sie waren ein Kind in diese kranke, triste Welt voller Leiden zu stellen ohne dass es mitreden oder sich "wehren" konnte, denke ich. Das sind übliche Gedanken im Teenageralter wenn junge Menschen beginnen sich Gedanken übers Leben zu machen und die Eltern nicht mehr als den allereinzigsten Massstab der Dinge sehen und sich eigene Gedanken machen.
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Nun, damit rechnete ich nicht, dass du den Eltern Vorwüfe gemacht hast.

Trotzdem versuche mal folgendes Gedankenspiel:
Der Herr da oben hat deiner Mutter trotzdem dich auf den Weg mitgegeben. Vielleicht hatte auch sie sich sehr stark nach einem Kind gesehnt und du hast sie total happy gemacht. Genau so wie du mit einem Kind glücklich wärst. Du bist ein Geschenk von dem da oben.

Vielleicht bist du auch eine Art Prüfung für deine Eltern. Vielleicht bist du da um sie etwas zu lehren für dieses Leben. Aber auch dann bist du letztendlich ein Geschenk für sie.

Das gilt auch für dein Kind. Verstehst du was ich erreichen möchte? Mich stört die Angst die du hast dein zukünftiges Kind könnte dir Vorwürfe machen wegen der Vererbung der Depression. Solche Ängste können Kinder unterschwellig spüren. Besser du versuchst diesen "Knopf" vorher zu lösen. Dann weisst du auch plötzlich die Antwort, dessen bin ich mir sicher. Vielleicht musst du selber noch etwas aufarbeiten aus deiner Kindheit vorher.

Ja ich weiss, das Wörter wie "Glaube", "Gott" und "beten" sind ein rotes Tuch in diesem Forum und dementsprechend heikel- aber für manche Menschen gehören sie nun mal ins Leben. Ich glaube so wie ich es bringe in dieser Form hat das hier schon Platz.
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Ja, ich bete sehr viel. Seit ich 14 bin. Auch habe ich schon von andern für mich beten lassen. Bis jetzt hat Gott in Bezug auf das noch nichts "getan". Die Hoffnung stirbt zu letzt.
Meine Mutter ist nicht depressiv und JA, natürlich habe ich ihr Vorwürfe gemacht, dass sie mit einem Depressiven Kinder zeugt. Obwohl er damals gerade eine gute Phase hatte war er seit 16-jährig chronisch depressiv. Von dem her machte ich ihm und auch meiner Mutter schon Vorwürfe, klar. Als Teenager hinterfragt man vieles.
Ich glaube, dass Gott heilen kann - machen tut er es nicht immer, das muss man akzeptieren.
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Ganz ehrlich: Ich finde der zweite Teil deiner Nachricht gar nicht toll. Ich kann mit diesem ewigen Geschwafel über Gott nichts anfangen. Aber jedem das Seine.

Aber ja die Chancen stehen wirklich 50:50 und oft überspringt es eine Generation. Abgesehen davon: es gibt so viele vererbbare Krankheiten... denke man da nur an Krebs!
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Liebe Matilda

Ich finde es super, dass du dir diese Gedanken machst, abwägst und sorgfältig überlegst.

Grundsätzlich bin ich persönlich dagegen, dass Frau "um jeden Preis" ein bekommt. Ich glaube ich darf dies so sagen, ich musste mich selber aus gesundheitlichen Gründen gegen Kinder entscheiden. Wenn du Kinder hast und es passiert etwas, ist das eine ganz andere Geschichte. Aber wenn man im Voraus weiss, dass dann gleich die Familie auch noch mithelfen muss, dann habe ich ein Problem damit. ich finde es egoistisch, dies zu erwarten. Das ist meine persönliche Ansicht.

So - jetzt aber zu dir :-) Ich würde auf keinen Fall dein Medikament absetzten. Schon gar nicht wenn du eigentlich ein klares "Krankheitsbild" hast und wie du selber so schön schreibst, nur mit Therapie wird dies nicht helfen. Ich würde mich nochmals ganz genau erkundigen, was du in einer Schwangerschaft nehmen dürftest und was nicht. Welche Risiken usw. Bedenke dass durch die Hormonumstellung auch gleich nochmals andere Faktoren dazukommen.

Für mich wäre ausschlaggebend wie du in deinem Leben klar kommst, wenn du regelmässig deine Medikament nimmst. Führst du ein ausgeglichenes Lebens? Kannst du deinen Alltag gut meistern?
Wenn du so wie du jetzt lebst, dein Leben so weit gut im Griff hast und auch Lebensfreude geniessen darfst, sehe ich nicht ein warum du keine Kinder haben solltest. Das Medi ist dann quasi wie eine Krücke bei jemandem der ein Problem mit seinem Bein hat, eine Hilfe und das ist doch voll okay.

Wie ich schon geschrieben habe, würde ich aber auf keinen Fall riskieren, dass du durch das Absetzten der Medikament depressiv wirst, das ist für kein Kind gut und für dich selber ja sowieso nicht. Kinder die eine depressive Mama oder Papa haben, erleben ihre Kindheit selten als erfreulich. Darunter verstehe ich nicht normale Hochs und Tiefs oder wenn eine Mama etwas nah an den Tränen gebaut ist. Absolut nicht, sondern wenn dies ein Dauerzustand ist und keine Hilfe angenommen wird.

Was denkt denn dein Partner dazu? Wichtig wäre ja auch, dass er ebenfalls 100% hinter dir steht.

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Ps.Chapeau vor deiner Entscheidung. Wolltest du gerne Kinder?
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Liebe Windlicht, ja genau wie du sehe ich es auch. Lieber ein bisschen Medi anstatt eine depressive Mutter. Im Leben komme ich gut klar (mit normalen Hochs und Tiefs), wenn ich das Medi nehme, geht es mir gut, ich lebe ganz normal und kann "mich" sein, so wie ich ohne Depression bin. Oft wird mir gesagt meine Lebensfreude falle auf, ich sei lebensfroh. Da bin ich immer sehr dankbar das zu hören weil ich dann weiss, ich komme so rüber, wie ich eigentlich bin. Ohne Medis habe ich Angst vor allem und jedem und ziehe mich darum zurück. Dann gelingt mir vieles nicht und ich weiss nicht, ob ich längerfristig voll arbeiten könnte.
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ich habe in der schwangerschaft ebenfalls antidepresiva genommen (sertralin) mein sohn ist gesund und ohne anpassungsschwirigkeiten auf die welt gekommen. er ist nun 4 jahre alt! alles gute!

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Woooow, das klingt ja grandios! Macht mir echt Mut, danke vielmals, dass du das hier geschrieben hast.
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nein ich habe nicht reduziert! nein, mein sohn ist ein sensibler grossherziger kleiner hübscher junge geworden. sertralin ist praktisch unbedenklich in der ss. man hat sogar in der nabelschnur nach der geburt nach dem medikament gesucht und nichts gefunden. also ist warscheindlich nicht viel bis zu ihm gelangt!
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Das ist ermutigend zu hören, herzlichen Dank! Hast du Ende SS reduziert? Ich nehme auch Sertralin, 50mg täglich. Ist dein Sohn auch heute nicht sozial "verhaltensauffällig" im Kiga und so?
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Ich hatte eine depressive Mutter. Sie war mit Ihrem Leben schon so oder so überfordert und hatte dann 5 Kinder. Sie nahm keine Medis, vielleicht hätte ihr das geholfen... kann ich nicht beurteilen.
Alle 5 Kinder haben unter dem Gemüt der Mutter sehr gelitten... sie war oft schlecht drauf, dauernd gestresst... hat um sich geschrien und uns auch regelmässig geschlagen. Ich hab ihr oft Vorwürfe gemacht, warum muss ein Mensch der mit seinem Leben nicht klar kommt Kinder haben... und dann gleich 5?!!

Würde mir wegen dieser Erfahrung heute nicht Sorgen über Vererbung und Entzug machen... sondern über die Auswirkung, die mein Zusand dann auf das Zusammenleben mit dem Kind hat. Also überleg dir, wie du mit Stress und Druck als Mutter dann auskommst. Kinder sind toll... aber keineswegs nur heiterer Sonnenschein. Bist du stark genug um auch an deinen schlechten Tagen voll und ganz für dein Kind/deine Familie da zu sein...!

1 Kommentar

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Liebe Jasasca, danke, genau diese Dinge frage ich mich. Und beantworten kann ich es nicht für mich. Denn wer weiss schon was in 5, 10, 20 Jahren ist. Und wie stabil man dann ist - vielleicht hat man ja ein behindertes Kind oder eins, das sonst noch besondere Betreuung und Erziehung braucht. Und wenn man dann zB.noch ein Zweites hat - Proscht Nägeli. Ich bewundere den Mut der vielen, die Kinder bekommen und weiss einfach nicht wie ich an den Punkt gelangen kann, es zu verantworten, denn man hat so wenig im Griff im Leben.
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Liebe Matilda
Eine Frage: Du schreibst von Medikamenten, welche du wegen deiner Hochsensibilität nimmst. Das interessiert mich: Meine Tochter ist auch hochsensibel. Bis jetzt war ich der Meinung, dass dies ein Wesenszug sei und keine Krankheit. Deshalb bin ich jetzt ein wenig verunsichert. Gibt es noch andere Gründe ausser der Hochsensibilität, weshalb du diese Medikamente nimmst? Ich hoffe, ich trete dir mit meiner Frage nicht zu nahe.

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Etwa 10 bis 15 % von allen Menschen sind hochsensibel. Das zeigt sich schon bei Neugeborenen, deren Hirnströme und Reaktionen auf verschiedene Reize viel früher aktiv werden und sich zeigen als bei "normalen" Babys. Medis brauchen solche Menschen ganz sicher nicht, sondern Verständnis und ein Eingehen auf ihre Sensibilität.
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Liebe July, Hochsensibilität ist meines Wissens nocht nicht so gründlich erforscht obwohl 15-20% der Menschen überall auf der Welt diesen Wesenszug tragen. Also etwas sehr Verbreitets, nicht Aussergewöhnliches. Es ist etwas sehr Bereicherndes und Wunderschönes das Leben so intensiv wahrzunehmen. Die Medikamente nehme ich um die depressiven Verstimmungen, die bei sensiblen Menschen häufig auftreten. Nein, nein, die Frage finde ich sogar wichtig. Sensibel zu sein ist eine Art Dinge wahrzunehmen und keine Krankheit. Das muss man differenzieren. Danke für den Hinweis, dass ich ev.unklar beschrieben habe. Meine Botschaft sollte sein: Hochsensible können (wegen den chemischen Prozessen im Hirn) depressiv werden. Aber für Depression gibts ja viele Auslöser und "Gründe".
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Ich habe mich vor 4 Jahren zu einer Schwangerschaft trotz Antdepressiva (Cipralex) entschieden. Es gibt keine wirklich aussagekräftigen Studien, da dies an Schwangeren nicht erlaubt ist. Meine Tochter hatte damals zwar Anpassungsstörungen, die aber laut dem Ärzten definitiv nicht durch die ADs waren, sondern wegen der schweren Geburt.
Mir hat man damals dazu geraten die Geburt auf jeden Fall in einer Klinik mit direkt angegliederten Neonatologie anzustreben. So ist gewährleistet, dass das Kind schnellstmöglich die beste Versorgung bekommt

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Wir haben auch Depressionen in der Familie.
Meine Uroma, Mein Onkel und meine Schwester.

Ich habe zwei Kinder und habe mir NIE Gedanken darüber gemacht, ob sich die Krankheit auch bei meinen Kindern zeigen könnte und was das für Ihr Leben bedeuten könnte.

Ich finde die Überlegung zwar lobenswert, aber ich glaube, es gibt so vieles im Leben, was wir nicht beeinflussen und voraussehen können, dass es schlussendlich keine Rolle spielt.

Viel wichtiger finde ich den Umgang mit der Krankheit und was man trotzdem aus seinem Leben macht.

Das finde ich generell egal ob Depression, Krebs, Alkoholsucht...

2 Kommentare Sortierung: Neuste Bewertung Chronologisch

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Ja , leider bekommt man einiges zu Gesicht, das ist klar. Aber ich glaube auch, dass jede Familie sein Rucksack zu tragen hat, egal mit welchen Schicksalen gefüllt.

Entscheidend ist doch, was man daraus macht und wie man damit umgeht. Ich für mich und meine Familie habe mit zu einer positiven Lebenshaltung entschieden und das war sicherlich mit einem alkoholkranken Vater als Kind und Teenie, dann Panikattacken aufgrund der miserablen Kindheit und dann noch der Diagnose Krebs bei meinem Mann, als unser erstes Kind gerade mal ein Jahr alt war, bei aller Stärke auch alles andere als einfach!
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Ja, das finde ich auch. Und trotzdem, ich arbeitete wie du lange in der Kita und da erlebt man ja schon das ein oder andere was einen zum Nachdenken bringt. Heute muss man sich für Kinder entscheiden (Verhütungsmittelvielfalt), meine Grossmutter bekam halt einfach so viele wie kamen. Da überlegte man nicht viel, resp.konnte nicht sehr viel TUN.
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Ich bin depressiv seit 30 Jahren. Dank Medikamenten kann ich - meist - " normal" leben und auch arbeiten. Meine Mutter, mein Großvater usw hatten auch diese Krankheit. Trotzdem hätte ich mir nie gewünscht, ich wäre nicht geboren worden. Meine Kinder, 26 und 28 haben übrigens keine Angst, diese Krankheit zu bekommen. Sie meinen, sie hätten ja erfahren dürfen, dass auch ein Leben mit Depressionen lebenswert ist. Klingt jetzt vielleicht naiv aber es war nicht immer einfach. Aber gelohnt hat es sich!!!

1 Kommentar

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Liebe Nik, das ist ermutigend zu hören! Danke vielmals.

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