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Smalltalk#regrettingmotherhood - ein Tabubruch? Was denkt ihr?

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Wenn man sich mit Mamis auf dem Spielplatz unterhält, ist das Mamisein das Allerbeste auf der Welt, die Kinder nur goldig... Kaum ein Mami würde sich getrauen jemals öffentlich etwas anderes zu sagen. Folgt jetzt mit #regrettingmotherhood ein Tabubruch? Das man auch mal sagen darf, dass nicht nur alles supertoll ist?

Was denkt ihr?
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14 Antworten

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also ich sage gleich das ich manchmal an meine Grenzen stosse und das ich manchmal meine Kinder gerne gegen die Wand schmeissen würde (sinnbildlich gemeint)!!! Jede Mutter die nur davon redet, wie schön und wunderbar alles ist und das sie nie nie an ihre Grenzen stösst, lügt sich selber und alle anderen an!! Und um solche Mütter mache ich einem Bogen!

Ich gebe offen zu das ich nicht perfekt bin in der Erziehung meiner Kinder! Man darf als Mama auch mal ausrasten ohne gleich dafür von allen anderen verurteilt zu werden!!
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Ich denke nicht dass die erste Aussage stimmt. Ich habe mit meinem Buben (6) immer mal wieder heftig Theater, weil er immer und immer wieder die Grenzen neu testen muss und wissen will, ob die Regel von gestern auch heute noch gilt. Er ist nicht aufs Maul gefallen und seine Sprüche werden teils heftig. Wenn man dann eben beim Nein bleibt und ihm sagt was er zu tun und lassen hat, bekommt er ab und an richtige Anfälle... da könnt ich ihn sofort auf den Mond jagen.

Ich hatte immer eine ganz klare Vorstellung, wie ich mein Kind erziehen will... dachte mit genauen Reglen und Ritualen würde sich dies mehr oder weniger ergeben... und muss heute sagen, dass ich die Erziehung und den Punkt Respekt total unterschätzt habe. Ich werde in solchen Situationen schon mal auch laut, nehm den Buben unter den Arm und stell in mit den Worten "will dich im Moment nicht mehr sehen" in seinem Zimmer ab. Er hat viele Freiheiten, aber diese kann er sich alle "verspielen". Wenn er zickt gibt es kein TV, keine Games und er geht nicht zu seinen Freunden zum spielen.

Ich liebe Kinder nach wie vor über alles... bin ja auch Tagesmutter. Merke aber deutlich, dass ich bei den Kindern die ich nicht erziehen muss, alles einfacher und lockerer geht. Manchmal mag ich deswegen die Tageskinder fast lieber als mein eigenes.... und hätte ich das alles vorher auch nur geahnt, wär ich wohl kinderlos geblieben.

Was mich sehr beruhigt, ist dass ich einige Kolleginnen habe, mit den gleichen Problemen. Wir reden oft offen und ehrlich zusammen über dieses Thema und belächeln die Familien, die nach aussen eben die "heilige Welt" spielen.

Wir haben auch Familien in der Nachbarschaft, da sind die Kinder (3-7) oft alleine im Dorf unterwegs... tun den halben Tag lang was sie wollen. Da ist Mama immer total entspannt und die Ruhe selber... tja... wenn man nie Nein sagen muss, hat das Kind keinen Grund zu trotzen... gibt es keine Regeln, kann man sie nicht brechen... jedem das seine...

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Liebe/r regret

Danke für deine Ehrlichkeit! Sowas gibt fast niemand zu!

Was ich auch noch als wichtigen Punkt empfinde: die Partnerschaft leidet unter der Aufgabe ein Kind im Leben zu begleiten. Nicht wenige zerbrechen an dieser Aufgabe. Und auch nicht wenige bleiben "für die Kinder" zusammen.
Als ob Kinder nicht merken würden, dass sich die Eltern nichts mehr zu sagen haben, Konflikte, Bedürfnisse etc. aufs Kind übertragen..
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Danke jasasca -- es gibt sie also doch noch, die ehrlichen Mamis :-)
(... und hätte ich das alles vorher auch nur geahnt, wär ich wohl kinderlos geblieben. ...)
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Nein, es ist nicht traurig und tragisch. Endlich entwickelt sich die Kultur dafür das auch mal was nicht klappt. Versagen, Hinfallen wird normal und man wird nicht mehr stigmatisiert. Das ist eine ganz wichtige und in meinen Augen auch richtige Entwicklung.
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.... vermute mal, dass es bei den "bereuenden Müttern" eine grosse Dunkelziffer gibt! Natürlich wollen alle tolle und lässige Muttis sein und frau gibt sich total Mühe, nix anmerken zu lassen und eine makellose Fassade und das Gesicht zu waren. Aber in der Praxis höre ich immer wieder, wie Mamas die "Fassung" verlieren und die Mutterschaft bereuen... egrettingmotherhood ist eigentlich tragisch und traurig...
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Zitat jasasca: "... und hätte ich das alles vorher auch nur geahnt, wär ich wohl kinderlos geblieben."
Finde es äusserst bemerkenswert, dass Frauen so ehrlich und offen reflektieren und nicht nur eine "heile Welt" vorspielen! Chapeau!!!
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Ich habe immer gedacht, ich bin weit und breit die einzige, die mit ihrem Kind über die Grenzen stösst. Gehen wir irgendwo hin, zum Beispiel auf einen Spielplatz dann ist es bestimmt meiner, der plötzlich schreit, herumfuchtelt und einfach laut ist. Alles gafft, schütteln den Kopf und schauen mich an. So habe ich das Gefühl, bei keinem geschieht so was ähnliches. Alle Kinder um mich herum sind brav, nur meiner nicht. Zum Teil werde ich nicht mal gegrüsst oder ein abfälliger Blick ernte ich. Dabei habe ich drei andere Kinder noch, welche ruhige Charakter sind und kennen ihre Grenzen. Die zwei Grossen waren sehr verständnisvolle Kinder sowie meine 2,5 jährige auch. Die haben das gar nie gemacht. Nur der 4.5 jährige muss jeden Milimeter der Grenzen testen, wie weit kann ich gehen bei Mami und das fast jeden Tag. Wenn ich das den Müttern erzähle, wird das oft verharmlost und gute Tipps kommen nicht wirklich. Die machen mir eher ein schlechtes Gewissen. Auch ich war mal am Anschlag, ja, hatte sogar Angst ein Bourn-out zu bekommen, weil der Junge mich fix und fertig machte. Da kommt einem schon mal den Gedanken, warum habe ich so einen Sohn? Habe ich ihn noch überhaupt lieb? Natürlich liebe ich ihn genauso wie die anderen 3. Aber in dem Moment ist es eine Art Wut auf den Kleinen, weil er mich fertig machte und er weiss es nicht mal was er da tut. Die Sehensucht, einfach mal 2 Wochen ihn abzugeben, war mal stark und ich schämte mich. Leider kann ich die zwei kleinen Kinder nicht mal einen Tag abgeben, ich habe niemanden. Das heisst: keine Pause. Dabei würde das mich mega entlasten. Ich bin nun irgendwie beruhigt zu hören, dass es auch andere gibt, die es auch nicht leicht haben. Zwischenzeitlich ist es etwas besser geworden. Eine kleine und sehr strenge Grenze muss er haben. Das braucht Nerven, Geduld und Anstrengung. Aber es kommt gut und wird immer besser. Er braucht das.

Seid umarmt Gleichgesinnte:-)
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Ich finde es war überfällig das das Thema aufgegriffen wurde / wird.

Ich liebe meine Kinder und würde sie jetzt auch nicht hergeben wollen.
Aber wenn ich vorher gewusst hätte was alles auf mich zukommt bin ich mir nicht sicher ob ich mich so locker für Kinder entschieden hätte....

Ich hatte Tageskinder und habe jetzt Spielgruppenkinder - bei Kindern die man wieder abgeben kann stosse ich viel seltener an meine Grenzen als bei meinen eigenen.

Allerdings bin ich in etwa bei Halbzeit und ich bin nicht mehr so eingespannt als Mami wie noch vor 2 Jahren. Es bleibt mehr Zeit für mich und "mein Leben".

Alles was vor den Kindern so klar und einfach und rosarot war hat die Realität ganz schnell über den Haufen geworfen - spätestens mit dem zweiten Kind - das war oft nicht leicht und manchmal hab ich mir gewünscht ich hätte zumindest das zweite Kind zurückschieben und auf später vertagen können....
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wenn man als Mutter noch zusätzlich (wie ich) Vollzeit arbeitet, dann überlegt man sich schon in bestimmten Situationen "Ich will mein Kind abgeben". Ich denke jeder Mutter geht es so und ich überlege im Moment ehrlich ob ich noch ein 2. will oder es lieber sein lasse. Was habe ich von einem 2. Kind? ich muss es nach 1 Jahr in die Kita geben weil ich wieder arbeiten muss. Die finanzielle Absicherung einer Familie ist für das was Mütter leisten unter aller Kanone. Versteht mich nicht falsch ich würde meine Tochter nie wieder hergeben nur mal für ein paar Tage abgeben aber hätte ich gewusst dass dieser 24h Job Kind so heftig wird , die finanzielle Sicherheit so von meinem Job abhängt und ich quasi 2 Jobs habe ich hätte zumindest gewartet oder wahrscheinlich gar keines bekommen.
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Danke für all die ehrlichen und offenen Antworten.

Unser erstes Kind ist sehr pflegeleicht, aber schon ein Kind fanden wir sehr fordernd, nicht nur fürs Mami und alle üblichen Veränderungen sondern auch für die Beziehung als Paar. Dann kam das Zweite, bei welchem absolut nichts einfach geht, selbst tägliche Alltagshandlungen nicht. Es gab Momente, da hat mich die Situation derart an meine Grenzen gebracht, dass ich mir unaussprechliche Dinge wünschte (selbstverständlich habe ich dem Kind nie etwas getan) oder manchmal 10x am Tag dachte ich nehme jetzt meinen Pass und schliesse die Türe hinter mir. Besonders belastet hat mich der Umstand, dass ich mich mit keinen anderen Mamis austauschen konnte. Rundherum hörte ich nur wie toll die Kinder schon alles machen und können und wie toll einfach alles sei. Und wenn ich einmal "antönte" wie es bei uns läuft kam immer sofort ein "Ah, nein, also sooooo schlimm ist es bei uns nicht, unseres macht das schon sehr gut...". Solche Aussagen unterstrichen dann zusätzlich mein Eindruck, dass ich als Mami komplett versage, weil bei uns nicht alles wie im "Bilderbuch" ist und Kinder doch so ein Geschenk sind. Oder von älteren Leuten der Satz "Ja, die Mamis von heute sind einfach nicht mehr belastbar.." ist auch immer so ein "Hammer" ;-)

Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass sich mein Leben mit Kindern derart verändert. Bei aller Liebe würde ich mir rückblickend wohl etwas mehr Zeit für diese Wahnsinnsaufgabe lassen und das Leben noch ein paar Jährchen länger für mich noch etwas geniessen.

1 Kommentar

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Ich danke für die interessanten Berichte. Ein Grund mehr für mich und meinen Partner glücklich und kindlos unsere Zweisamkeit zu geniessen. Ich hatte aber auch nie einen Kindwunsch.
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Wow... genau...
so ist es. All die lieben die schon alles so gut können. ... meine Tochter ist sehr Geschick, macht vieles gut, ist intelligent, aber sie hat einen Charakter, Temperament und weis die Grenzen zu testen. Das erste Jahr hatte sie kaum länger als ein einhalb Stunden geschlafen am Stück . Koliken, dann oft Krank, dann Zähne... ich habe immer die Nerven behalten. Habe Bäuchlein massiert, sie geschaukelt nächtelang...dann kamen Aussagen wie: Das Kind hat halt keinen Rhythmus. ..bla bla..die mamma ist halt gestresst, das spürt das Kind... sie war ein Wunschkind, die Schwangerschaft von starker Übelkeit begleitet. Jetzt bei der 2. Schwangerschaft dasselbe. Jetzt kommen die Sprüche der Weisen allwissenden Hobby Esoteriker wieder, wie beim ersten Kind, ich soll mich mit dem Kind verbinden, die Übelkeit bedeute dass ich mein Kind nicht annehmen könne.... wie verletzend!!!
...und dann ist mann ja auch noch ein Jammerlappen wen mann mal etwas jammert oder nicht nur vom Besten erzählt. Und wenn das eigene mal etwas schwierig tut, wird mann danach gemieden... Und jetzt haltet euch fest.. 3 Jahre nach der Geburt meiner ersten, höre ich plötzlich die Wahrheit von anderen ach so perfekten Müttern...die meisten nehmen Psychopharmaka. ( ich arbeite in dem Bereich), nehme keine, verurteile es aber in keiner Weise. Na ja, ich glaube es ist Charaktersache der Mutter, ich habe zum Glück auch ehrliche Menschen um mich herum die zu ihren Situationen und Wahrheiten stehen und auch mal zugeben wies auch sein kann.ich meide keine Mutter nur weil Kind mal etwas schwierig war. Es sind nun mal Kinder, die ihr Verhalten noch erlernen müssen. Und Temperament ist nicht schlecht.
gruesse...
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Ich bin Mutter von zwei Jungs 9 und 5 jahre alt.

Ich kann dem oben geschriebenen Beiträgen oft zustimmen, Kinder sind laut, wild, fordernd, energieraubend und oft ist der Alltag mit Kind und Beruf anstrengend. Man hat nicht einfach Feierabend und manchmal wäre es schön etwas mehr Freizeit oder Zweisamkeit zu haben.
Trotzdem liebe ich meine Kinder über alles und würde sie nie hergeben wollen. Ich finde mein Leben so wie es ist toll.

Ich bin auch sehr offen und ich kommuniziere auch klar, dass es nicht immer einfach ist alles unter einen Hut zu bringen. Das darf man auch und jeder der sagt es ist immer alles nur super der Lügt in meinen Augen.

Es käme mir jedoch nie in den Sinn meinen Kindern zu sagen, dass sie stören oder ich sie lieber zurück geben würde.

Wie fühlt sich denn da das Kind!!!!!
Was lösen solche Aussagen im Kind wohl aus??
Ich als erwachsene Frau käme mir da echt scheisse und minderwertig vor. Nichtgewollt und verstossen!
Das finde ich schrecklich und traurig!

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Als ich (ohne Hormonbehandlung unfruchtbar) unerwartet mit dem 3. Kind schwanger war, setzte mich mein damaliger Mann unter Druck, indem er mir sagte, dass unsere Beziehung zum Scheitern verurteilt sei, wenn ich mich für das Kind entscheide. Ich habe mich ganz klar für mein Kind entschieden und habe diese Entscheidung nie bereut, obwohl meine Ehe tatsächlich in die Brüche ging, bevor der Kleine 1 Jahr alt war ( nicht das Kind war schlussendlich der Auslöser). Ich habe meinen Kindern schon früh erzählt, dass die beiden Grossen geplant waren und der Kleine ein "Überraschungsei" gewesen sei. Alle 3 sind ein Geschenk für mich. Die Kinder haben das verstanden, vor allem, dass ich schlussendlich alle 3 gewollt und mich von ganzem Herzen über sie gefreut habe. Manchmal sagen die Grossen heute noch: "Gäll, de.... isch es Überraschigsei." ;-)
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Ich finde es gibt bessere Ausdrucksweisen als jemanden als Unfall zu betiteln. Vor allem ein Kind. Viele Kinder sind nicht geplant. Verleugnen muss man das ja nicht, aber niemals gegen ein Kind verwenden. Auch darf das nicht im Affekt rausrutschen. Leider gibt es Eltern die das Kind dann tatsächlich für das Scheitern der eigenen Beziehung verantwortlich machen, und das dem Kind so kommunizieren. Traurig.
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Zum Thema "Unfall" : Bin auch einer und es wurde mir auch sehr spät ins Gesicht geschleudert und ja, es tat mir auch weh, obwohl ich es als Teenager ahnte.
Wenn man es dem Kind aber schon sehr früh sagt und es positiv rüber bringt darf man bei der Wahrheit bleiben. Das ist mir am Liebsten so. Die Einstellung " so etwas niemals zu sagen" fällt dann weg.

Tipp für alle zukünftigen Eltern von "Unfällen". ;-))
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Wow, das tut mir leid. Ich kenne auch so eine Person die das gesagt bekommen hatte. Ganz schlimm . Ich spürte schon einen Stich im Herzen als ein Onkel von mir zu mir sagte, "du warst ja auch ein Unfall". Gewusst habe ich es schon, aber als es ausgesprochen wurde tats doch we. Und da war ich schon selbst mami. Daher weis ich das ich niemals sowas zu meinen Kindern sagen würde.
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Solche Aussagen kenne ich! Meine Mutter sagte das zu mir. Ich sei ein unerwünschtes Kind und ich wäre schuld, dass sie kein Geld gehabt hätten und mein Vater und sie eine schlechte Ehe führten. Ich hätte nicht so früh kommen dürfen, ich war nicht geplant, ich wäre ein Unfall und ich wäre an ihrem kaputten Leben schuld. Das schmerzt gewaltig und ich kann es nie vergessen! Unsere Beziehung war schon von Klein auf zerrüttet, weil sie mich das von Anfang an spüren liess.
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ich habe das geschrieben und genau dieses Zitat sagte eine Mutter zu ihren Kindern. Diese Kinder sind nun erwachsen und erzählen davon wie es ist, wenn eine Mutter solche Sachen wie "wenn ich könnte würde ich dich lieber zurück geben und du störst" sagt.

Ich finde das schrecklich.

Hier im Forum, in diesen Beiträgen geht es mehrheitlich darum, dass es einfach anstrengen ist mit Kindern, um normalen Alltag der jeder mit Kindern erlebt. Wie gesagt, mir geht das nicht anders...

Aber ich finde es einen gewaltigen Unterschied, zwischen solchen Erfahrungen und Erlebnissen und den aktuellen Thema in den Medien, eben diese Mütter, die es bereuen Kinder bekommen zu haben.
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Wie gesagt, ich habe nicht alle Beiträge gelesen, mein Kommentar schließt aus der Oben genanten Aussage. Ich zitiere:
"Es käme mir jedoch nie in den Sinn meinen Kindern zu sagen, dass sie stören oder ich sie lieber zurück geben würde. Wie fühlt sich denn da das Kind!!!!! Was lösen solche Aussagen im Kind wohl aus?? Ich als erwachsene Frau käme mir da echt scheisse und minderwertig vor. Nichtgewollt und verstossen! Das finde ich schrecklich und traurig!"

Diese Aussage lies mich davon ausgehen dass irgendwer sowas erwähnt hatte.
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Niemand hat das gesagt in den Beträgen hier.
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Wow, habe wohl nicht alle Beiträge gelesen. Aber wer kommt auf die Idee dem Kind zu sagen es lieber zurück zu geben zu wollen?!? Das hinterlässt doch schwerwiegende Schäden!
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Man muss nicht sagen, was man denkt- die Kinder spüren es. Man ist gereizt, ungeduldig, kurz angebunden, vielleicht sogar ungerecht dem Kind gegenüber. Auch ich. Wichtig finde ich einfach, dass man das Kind dann im den Arm nimmt, ihm sagt, dass es nicht seine Schuld ist, sondern Mami einen schlechten Tag hat und nicht viel erträgt. Ich entschuldige mich immer bei meinen Kindern, wenn ich übertrieben reagiert habe oder ungerecht war. Die Kinder verstehen das sehr gut, und ich vermeide so, dass sie es auf sich beziehen, denn ICH bin ja diejenige, die das Problem hat und nicht das Kind ist schuld.
Ich bin die geborene Pädagogin, aber nicht die geborene Mutter. Klar liebe ich n eine Kinder, keine Frage, und ich habe immer für Sie gekämpft wie eine Löwin- es ist der Alltag, der mich immer wieder straucheln und stolpern lässt...

1 Kommentar

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Wir Mütter sind keine Roboter, sind auch nur Menschen. Und es geht einem nicht jeden Tag gleich gut. Aber das finde ich auch nicht schlecht. Die Kinder müssen auch lernen, dass es uns nicht immer gut geht. Wenn mir mal der Geduldsfaden reisst, bin ich auch laut. Ich schlage nicht, aber er muss dann ins Zimmer. Auch mit den Worten versuche ich so gut wie möglich nicht verletzend zu sein. Muss er ins Zimmer für sein Fehlverhalten, dann warte ich immer bis er aufhört zu weinen und sich der Sturm auch bei mir gelegt hat. So kann ich wieder klar denken. Dann gehe ich ins Zimmer, reden über das Verhalten, auch über meine Reaktion und dann umarmen wir uns mit einem "Ich liebe dich ganz fest". Eine Versöhnung ist ein MUSS, damit sich das Kind nicht schlecht fühlt und die Beziehung innig bleibt. Leider habe ich das bei meiner Mutter nicht so erlebt, darum schaue ich darauf, dass ich nicht der gleiche Fehler mache wie sie.
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Also "heile" Welt gibt`s. Ohne Bluff und ohne etwas zu beschönigen. Werft da nicht alle in den gleichen Topf und meint, sie seien unehrlich und "Verräter"...
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Die Kindererziehung lässt sich nicht verallgemeinern. Jeder ist eine andere Persönlichkeit und jeder braucht ein anderes Schnittmuster damit es für ihn passt. Zudem versteht auch jeder etwas anderes unter "erfüllendem Familienleben".

Vielleicht nimmt Euch dieser Aspekt etwas Druck weg... und ihr ändert Eure eigene Erwartungshaltung.

Mal überlegen, ob es allgemeine Grundregeln gibt...

1 Kommentar

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es gibt gaaanz viele grundregeln!

zB er- und beziehung nicht aufgeben
respekt, liebe, anstand..... und einfach da sein für die kinder

kürzlich hat mir mein 12-jähriger gesagt: "ich bin froh, dass ich gut erzogen wurde und ich nicht so verwöhnt bin."
dabei bin auch ich nicht einfach stark, stosse an grenzen, habe meine kinder angebrüllt, lasse dinge durchgehen (vielleicht jetzt als alleinerziehende mehr, weil irgendwo die angst steckt, die kids an den vater zu "verlieren") und nerve mich wenn die beiden wegen kleinigkeiten streiten.

wünsche allen eltern viel durchhaltewillen und vergesst bei den täglichen machtkämpfen nicht den kindern wurzeln zu geben, flügel wachsen von selbst!
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Grundpfeiler in der Kindererziehung sind für mich Konsequenz, Konstanz, nachvollziehbare logische Regeln, Transparenz der eigenen Handlung, Gedanken und Worte den Kindern gegenüber. Ich übte bewusst sehr früh mit den Kindern dass sie ihre Gefühle erkennen und benennen und wahrnehmen können. So tauschen wir uns immer wieder neu aus. Weiter achtete ich mich, dass es nebst der konsequenten Erziehungshaltung auch genug Freiheiten gab und Mitbestimmungsrechte.

Zum Trost: Meine Kinder sind schon etwas älter. Heute profitiere ich von der harten Aufbauarbeit in jungen Jahren. Ich verzichtete persönlich damals auf vieles. Jahr für Jahr kamen mehr persönliche kleine Freiheiten zurück. Ich genoss aber auch die Kinder bewusst, denn jedes Lebensalter hat seine Freuden und kehrt nie mehr zurück. Das Durchbeissen lohnt sich also, die Zeit zum "Ernten" kommt! Vielleicht merkt man es aber auch erst wenn sie Erwachsen sind. Nein, ich habe keine perfekte Kinder. Wirklich nicht. Aber sie haben das Herz auf dem rechten Fleck. Das ist mir das Wichtigste. Mein Ziel ist es, dass sie ein gutes Rüstzeug haben um ihre eigene Zukunft später gestalten zu können. Auch sie werden immer wieder umfallen und aufstehen müssen... wie wir.

Mal gab es strengere Zeiten, mal ruhigere Phasen. Ich war einfach immer der feste Turm in der Brandung für sie. Selbst wenn ich ausgelaugt und die Batterien mehr als leer waren respektive sind.
Aber ich teilte immer auch ehrlich mit, wenn ich nicht weiter wusste oder an meine Grenze stiess. Sie wissen einfach immer, "woran sie sind bei mir". Ich glaub das zählt am meisten.

Ich habe auch Momente, da bin ich einfach nur stolz auf meine Kinder. Ohne dass sie besondere Leistungen machen. Es sind nur kleine schöne Alltagsmomente. Aber als Pädagogin weiss ich, dass es nicht selbstverständlich ist. Dass ich mit einen Teil dazu beigetragen habe, dass es so ist. Dieses Eigenlob gönne ich mir ab und zu und ich finde, ich habe es mehr als verdient.

Immerhin trage ich seit sechs Jahren alleine die Verantwortung und erziehe sie selber. Auch kein Zuckerschlecken und es dauerte Jahre, bis ich akzeptieren konnte, dass ich meinen Kindern kein Familienleben mit zwei erwachsenen Bezugspersonen anbieten kann wie ich es mir bei der Zeugung erträumte. Und ich würde es immer noch sofort bevorzugen und es besser für die Kinder finden, vorausgesetzt ich hätte selber dabei ein erfülltes Partnerschaftsleben. Mit der Akzeptanz (und Aufgeben) kehrte dann innere Ruhe ein, und das wirkt sich sicher auch auf die Kinder aus. Sie beklagten sich nie.

1 Kommentar

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Super geschrieben, meine volle Zustimmung und schön auf den Punkt gebracht! -> ("Konsequenz, Konstanz, nachvollziehbare logische Regeln, Transparenz der eigenen Handlung, Gedanken und Worte den Kindern gegenüber") <-
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Wieso beklagen sich Frauen über Ihre Mutterschaft. Jede Frau hat heute die Möglichkeit sicher zu verhüten, im Gegensatz zum Mann; Nur Kondome oder Sterilisation. Ich habe das Zweite gewählt. Leider ist die Industrie nicht fähig die Pille für den Mann auf den Markt zu bringen.

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Wir beklagen uns ja gar nicht über die Mutterschaft. Ich finde diese Antwort ist hier fehl am Platz.
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Na Leon, vielelicht denkst Du auch einmal an die Spätfolgen der Pillen? Die Gewässer sind voll von deren Hormone, Fischarten und Pflanzenarten sterben und und und. Gottseidank gibt es nicht die Pille für den Mann, würde ich mal meinen.
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Interessantes Thema. Für mich sind das Zugeben, ab und zu an seine Grenzen zu stossen und die Mutterschaft zu bereuen aber 2 ganz verschiedene Sachen. Ich habe mir das Muttersein auch anders vorgestellt. Mein Mann und ich sind aus Erfahrung beide der Ansicht, dass man nicht wissen kann, was es heisst, Eltern zu sein, bis man es tatsächlich ist. Und ich hatte viel mit Kindern zu tun bevor ich Mutter wurde. Eigene haben ist was völlig anderes. Inzwischen haben wir 5 aufgeweckte energiegeladene Söhne zwischen 2 und 9 Jahren. Ich stosse oft an meine Grenzen, mache täglich Fehler. Trotzdem habe ich mein Muttersein noch nicht eine Sekunde bereut.

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Julianne, da sehe ich jetzt den Zusammenhang zu meinem Kommentar nicht. Ich freue mich für dich, dass ihr es so gut mit eurem Kind habt. Ein Geschenk.
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Schön für Dich, wir haben eine Tochter Geburt per KS danach TS. Unsere Familienplanung ist damit abgeschlossen. Uebrigens ein sehr pflegeleichtes Kind.
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Ich empfinde es als das aller schönste, Mami zu sein. Damit möchte ich allerdings nicht sagen, dass es mir nie zu viel ist und alles super ist. Im Gegenteil. Bei mir waren alle fünf Kinder Wunschkinder. Doch ich hatte ganz viele Momente, in denen es alles andere als einfach war. Sei es, weil ein Kind immer wieder schwer krank war oder wenn sie sich immer wieder in die Haare bekommen haben, schulische Probleme, ganz zu schweigen von der Pubertät. Aber für mich ist das Mami sein trotzdem die pure Erfüllung, trotz allen Schwierigkeiten, die aber hauptsächlich durch andere Personen ausgelöst wurden. Müsste ich mich nochmals entscheiden ob Kinder haben oder nicht oder über die Anzahl, ich würde mich nochmals genau so entscheiden wie es jetzt ist.
Es ist anstrengend, Freizeit habe ich kaum, für Hobbys fehlt mir Zeit und Geld. Aber ich vermisse es nicht und dafür habe ich dann in Zukunft noch genug Zeit. Ich wollte schon immer viele Kinder haben weil ich eine grosse Familie etwas tolles finde. Auch meine Kinder freuen sich, dass sie zu fünft sind und so stimmt es für uns alle.

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Träumli, Mein Traum; eine Tochter danach bzw. zugleich mit KS Tuben unterbunden. Meiner Ansicht nach ist eine grosse Familie ein Wahnsinn, nicht finanzierbar. Alles andere sind Träume auf Kosten der Allgemeinheit.
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Das klingt sehr schön, liebe "Anonym"! Das wäre auch mein grösster Traum. Heutzutage ist es aber so, dass 2/3 der Mütter arbeiten. Männer sind nicht mehr bereit die Rolle des alleinigen Ernährers zu übernehmen (Jobunsicherheit, Druck im Job, gute Bildung der Frau..) und wollen die Kinder auch betreuen.

Sie möchten einen Papitag (freitags auf den Spielplätzen ist frau in der Minderheit=) ).

Es hat sich gesellschaftlich viel getan und da ist es leider wenigen möglich eine grössere Familie zu haben. Man bedenke zB. dass niedrige Arbeitspensen die Altersvorsorge massiv beeinflussen etc.
Den Traum von 5 Kindern musste ich persönlich - wie viele andere - aufgeben.

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