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NewsInitiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen»

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Gerne einmal mehr ein Hinweis auf eine bevorstehende Eidgenössische Volksinitiative zur Entlastung der Familie die am 8. März 2015 zur Abstimmung kommt.

Eidgenössische Volksinitiative vom 8. März 2015:
«Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen»

Initiativtext der Familieninitiative
Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:
Art. 116 Abs. 2 zweiter Satz (neu)
2…Kinder- und Ausbildungszulagen sind steuerfrei.

Weitere heisst es auf der Webseite www.familieninitiativen-cvp.ch

Webseite www.familieninitiativen-cvp.ch
Familien mit Kindern – insbesondere jene mit Kindern in Ausbildung – sind starken finanziellen Belastungen ausgesetzt. Familienzulagen sollen diese Mehrbelastung mindern. Unser aktuelles Steuersystem lässt jedoch 20 Prozent der Familienzulagen in die Staatskasse fliessen. Und damit nicht genug. Die Familienzulagen kommen einer Lohnerhöhung gleich und lassen Familien in eine höhere Steuerprogression rutschen – nur weil sie Kinder haben. Das ist ein Unsinn.

Die Initiative will Kinder- und Ausbildungszulagen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene von den Steuern befreien.

Auch zu dieser Familieninitiative eine kleine Umfrage.

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Abstimmungen Familienpolitik Initiative Steuern

5 Antworten

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Die einen Politiker vertreten die Meinung, dass nur gutsituierte Familien profitieren, andere dass der Mittelstand profitiert und gibt es wohl auch Politiker die eine Chance für Familien mit kleinem Einkommen sehen?

schwierig, schwierig....

1 Kommentar

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Bin noch unschlüssig und irgendwie habe ich den Eindruck, dass tendenziell wieder jene Familien am meisten profitieren die es eigentlich gar nicht so nötig haben. Wirklich schwierig.....
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Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, kann ich nicht sehen, warum ausgerechnet Reiche davon profitieren sollen. Denn zb im Kanton Zürich machen die Kinderzulagen gerade mal 2400 Fr. aus pro Kind und Jahr. Nach Erfahrung haben die Reichen meist auch nicht einen ganzen Stall Kinder, sondern eher weniger. Es wäre auch ein riesiger Zufall, wenn Sie in eine tiefere Steuerklasse fallen würden, wenn sie die Kinderzulagen nicht versteuern müssten. Hingegen für Familien, die auf jeden Franken angewiesen sind wäre dies doch eine tolle Sache. Vielleicht sehe ich das auch falsch, aber ich habe JA gestimmt.

4 Kommentare Sortierung: Neuste Bewertung Chronologisch

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AN "lieber nein": Natürlich gibt es meistens bessere Lösungen! Wer aber immer der "Besten Lösung" hinterher eifert, muss letztlich erkennen, dass es leider zu gar keiner Lösung kommt! So sind nun mal die Mechanismen in der Schweizer Politik, wo es in der Regel nur "Kompromisslösungen" gibt! Zur Erinnerung: Die zur Abstimmung stehende CVP-Volksinitiative wurde 2011 lanciert und 2012 eingereicht. Es würde also mindesten wieder ca. 5 Jahre dauern, bis vielleicht die nächste Familieninitiative zur Abstimmung käme und dann ebenfalls wieder bachab geschickt würde...! Darum "lieber JA" zu dieser Familieninitiative! Denn lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach :-)
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Nein, wäre aus meiner Sicht nicht der gleiche Effekt. Auch die Gutverdienenden hätten dann mehr steuerbares Einkommen. Da höhere Einkommen progressiv höher besteuert werden, müssten sie doch verhältnismässig mehr Steuern durch die erhöhten Kinderzulagen bezahlen als Leute mit weniger Einkommen und das wäre doch fairer.
Bei denen, die wenig haben, spielt doch die Erhöhung keine so grosse Rolle.
Egal welche, es sollte eine bessere Lösung geben.
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Das Erhöhen würde doch genau den gleichen Effekt haben. Damit kommen dann vielleicht auch wieder solche die wenig haben, deswegen in eine höhere Steuerklasse.
Da würde es mehr Sinn machen, ab einen gewissen Einkommen keine Kinderzulagen mehr zu geben... stattdessen den kleinen Löhnen mehr... dies natürlich steuerfrei...
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Gibt halt doch Rechenbeispiele, die zeigen, dass Gutverdienende in absoluten Beträgen viel mehr sparen. ZH 2 Kinder, Einverdienerpaar: Bruttolohn 50000 Einsparung=-323 ; Brutto 100000 Einsp. = -820; Brutto 200000 Einsp.= -1828
Wäre z.B. fairer, wenn die Kinderzulagen für alle um gleich viel erhöht würden. Ich stimme deshalb nein.
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Zu der Thematik hier ein sehr guter Artikel aus Tagi / Mamablog:

Dem stimme ich absolut bei! Dieses Steuergeschenk beinhaltet mehr Nachteile für Familien als Vorteile! Was es braucht, ist eine Familienpolitik. Die paar Franken, die jede von uns mehr hätte wegen der nicht-besteuerten Kinderzulagen, ist doch nur Symbolisch. Was es braucht sind mehr Mutter- (und Schwangeren!!!)schutz, ein gesetzlicher Vaterschaftsurlaub, mehr Betreuung. Die CVP-Initiative ist reine Schaumschlägerei... (obwohl ich ihr glaube, dass sie es nett meinen. Aber halt einfach nicht durchdacht)

http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/41712/wir-wollen-familienpolitik-statt-steuergeschenke/

4 Kommentare Sortierung: Neuste Bewertung Chronologisch

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An "kontakt": Natürlich stellt sich immer wieder die grundsätzliche Frage, wo die "öffentliche Hand" sparen und wo sie das Geld ausgeben soll! Klar ist auch, dass diese Familieninitiative nicht perfekt ist, sondern ein gut schweizerischer Kompromiss :-) Aber letztlich ist jeder Franken, der den Familien zugute kommt, ein gut investierter Franken!
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Und wenn die Familien weniger Steuern zahlen müssen, gibt es weniger Steuereinnahmen und dann heisst es, die öffentliche Hand muss sparen. Und wo wird gespart? Bei der Bildung, Kinderkrippen, Verbilligung der Krankenkassenprämien und dann wird die Mehrwertsteuer erhöht.. Das ist ein Schnitt ins eigene Fleisch
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An CH Familie: Das sehe ich genauso! Ich stimme auf jeden Fall JA!
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Gehe überhaupt nicht einig mit "catpower", dass die CVP-Initiative reine Schaumschlägerei ist. Statt zu polemisieren, hier mal die Fakten wie ich sie auf der www.familieninitiativen-cvp.ch/steuerrechner/ gefunden habe:

Rechenbeispiel für ein Ehepaar mit 2 Kindern:

Steuerbares Einkommen für den Kanton Bern
Bei 50'000 CHF - Ersparnis nach Steuerbefreiung 1313 CHF
Bei 70'000 CHF - Ersparnis nach Steuerbefreiung 1540 CHF

Mann/Frau rechne:
Differenz 1540 CHF - 1313 CHF = 227 CHF

Bei obigem Rechenbeispiel "spart" also ein Ehepaar das 20'000 CHF mehr Jahreseinkommen hat, gerade mal 227 CHF mehr ein! Wo liegt da das Problem und was hat dies mit Schaumschlägerei zu tun?! Immerhin "spart" auch eine Familie mit einem eher bescheidenem Einkommen ganze 1313 CHF! Warum gleich so neidisch, dass man einem etwas besser verdienendem Paar keine 200 bis 300 CHF mehr pro Jahr gönnen mag? Und noch etwas: 100% gerechte Steuern wird es wohl kaum je geben :-((( Da bin ich doch froh, dass ich wenigstens die 1313 CHF sparen kann :-)
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Ich finde die Initiative ist ein erster Schritt... es gibt immer noch viel zu tun und es wird immer notwendig sein. Sinnvoll finde ich, dass Geld das vom Staat kommt nicht wieder versteuert wird. So hat das hin und her ein Ende. Viel wichtiger finde ich nun das man ab einem gewissen Einkommen keine Kinderzulagen mehr erhält. Für die Ausbildungszulagen sieht es wieder anders aus.
Obwohl ich eher unschlüssig bin werde ich mit JA abstimmen da ich finde dieser Schritt in die Zukunft ist eher positiv als negativ... und weiterkommen ist doch immer gut :)

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Schön geschrieben, denn auch kleine Schritte können zum Ziel führen :-)
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Ich habe aus dem selben Grund auch mal JA gestimmt... es ist mal ein Schritt.

Wie üblich noch das vorläufige amtliche Endergebnis der Volksabstimmung vom 8. März 2015 zur eidgenössischen Volksinitiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen».

JA: 24.6%
NEIN: 75.4%
Stände: 0 Ja | 23 Nein
Stimmbeteiligung: 41.6%

Somit wurde die Volksinitiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen» überraschend deutlich bachab geschickt.

Initiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen»
www.parlament.ch/d/wahlen-abstimmungen/volksabstimmungen/

Volksabstimmung vom 8. März 2015: Steuerfreie Familienzulagen
www.bfs.admin.ch/bfs/portal/themen/2015/011.html

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