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FragePlötzliche Traurigkeit des Kindes nach 5 Monaten Trennung

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Hallo zusammen

Mein Mann ist vor 5 Monaten ausgezogen. Wir haben es gut miteinander und verbringen jedes Wochenende alle zusammen (der Kinder zu liebe).
Meinem 4 jährigen schien die Trennung kaum was auszumachen.
In den letzten 1-2 Wochen reagiert er aber stark. Er weint bei den Abschieden von Papa und sagt häufug gegenüber der Mutter dass er Papa sehr vermisst.
Habt ihr eine Idee wieso das Kind aufeinmal so unter Trennung leidet? Die ersten 4 Monate hat er nicht mal nach dem Papa gefragt.
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5 Antworten

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Euer Kind fühlt, das ihr Theater spielt. Es möchte den Papi wieder zu Hause haben. Alle Kinder vom Kindergarten haben zu Hause einen Papi.

1 Kommentar

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Vielleicht, aber nicht alle ticken gleich..... Und noch was:
(... Alle Kinder vom Kindergarten haben zu Hause einen Papi ...)
Im Jahr 2019 gibt es nicht wenige alleinerziehende Mamis oder Papis. Auch gibt es immer mehr Patchwork und/oder gleichgeschlechtliche Eltern/Paare (2x "Mami" oder 2x "Papis"). Mit "Ehe für Alle" wird es vielleicht schon bald zum Regelfall und es lebe die "schöne neue Welt"...
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Hallo Lila
Ist ja schön, wenn Ihr den Kids zuliebe die Weekends zusammen verbringt, aber ob das für Eure Kinder eine gute Lösung ist, müsst Ihr beobachten und rausfinden.
Den so denken evtl. die Kinder ja jedesmal wieder, dass Ihr wieder zusammen seid/kommt, dann aber der Papa doch wieder weg geht und das kann zur Belastung vom Kind führen.

Evtl. auch mal bei einem Kinderpsychologen nachfragen wie Ihr euch verhalten sollt, wenn Ihr das alle möchtet.

1 Kommentar

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Ich habe mit 4 Jahren meinen kleinen Bruder verloren. Alles was mir in Erinnerung bleibt ist ein kleiner weisser Sarg und ein Kindergrab. Durfte das Baby nicht sehen. Es gibt kein Foto. Es war eine Frühgeburt. Heute mit 75 denke ich manchmal an ihn. Kurz darauf hat sich mein Onkel scheiden lassen. Alle Cousins waren verschwunden. Kürzlich an einem Cousinentreffen wurden diese auch eingeladen!
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So ein "Chabis". Das bringt doch den Kindern nichts auf heile Welt zu machen.

Kinder können Trennungen verarbeiten (mit Hilfe von aussen). Ihr könnt die Hoffnung auf heile Familie loslassen. So sehr man es sich wünscht - man kann die heile Welt nicht herzaubern.

Akzeptieren und das Beste aus der Situation machen, aktiv trauern um das verlorene Ideal einer Familie, hilft.
Oft ist professionelle Hilfe sinnvoll.
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Ich würde von einer Fachperson abklären lassen, weshalb der Bub so traurig ist. Klar, eine Trennung ist mega schwer für die Kinder und darüber muss man auch mal traurig sein dürfen. Ich selbst finde gar, weinen hat so was Seelenreinigendes...

Ich würde versuchen auch selbst mit dem Kind zu reden und seine Ängste herauszufinden. Wichtig ist, den Kindern in der neuen Situation wieder Stabilität zu vermitteln "Wir sind beide jederzeit für euch da", "Wir bleiben immer eure Eltern"...

Weshalb Du hier solch negatives Feedback bekommt, weil ihr die Wochenende weiterhin als Familie verbringt, verstehe ich nicht. Nur weil man sich im Normalfall bei einer Trennung bis auf's Blut bekriegt? Ich würde das genau so halten wie ihr, wenn es für alle Involvierten passt und finde das sogar schön. Man kann den Kindern signalisieren, "dass die Liebesebene von Mami und Papi sich verändert hat, sie aber immer noch Freunde sind" und all das ändert nichts, an der "Familienebene". Aber das braucht halt wahnsinnig viel Grösse und Reife von den Partnern...
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Hey, absolut normal.

Gebt dem Kind Zeit die neue Situation zu verarbeiten. Es merkt eben erst nach einer gewissen Zeit was das für ihn bedeutet.
Ablösungsprobleme haben die Kinder auch sonst manchmal.

Und ja, es kann sein, dass der Wunsch Papi möge wieder zurück kommen für immer bleibt. Das gehört dazu und das muss man annehmen. So wie das Kind die unabänderliche Situation auch annehmen muss.

Das Leben hat nicht nur Schoggiseiten, und erst -zig Jahre später merkt man, dass man genau daran gewachsen ist. Manchmal gibt es Situationen wo man nichts selber ausrichten kann.

Und von wegen ob es sinnvoll ist die Weekend gemeinsam zu bringen: Sorry, diesbezüglich haben die Users hier aber wirklich gar nichts zu melden!! Ihr lebt es, also ist es allein Eure Sachen. Ihr tragt alleine die Verantwortung für Euch selbst und auch für Eure Kinder- die gewählte Lebensform muss für Euch stimmen und niemand anderem sonst.

Und doch, man kann die heile Welt herzaubern. Es ist ein bestreben das Gute zu erreichen, und das finde ich richtig. Kinder die das mitbekommen, dessen Wert live erfahren sind auch als Eltern später mehr gewillt, bewusst sich Ruheinseln zu erschaffen und das ihren eigenen Kindern weiter zu geben. Das Bestreben Gutes zu tun. Dazu gehören auch Familienrituale zum Beispiel. In dieser harten Welt braucht es solche Auszeiten. Heile Welt sind Auftankstationen, Inseln der Ruhe und des Loslassens.

Einwände von wegen man gaukelt den Kindern eine Welt vor die nicht der Realität entspricht lasse ich nicht gelten: Eine "heile" Familienwelt ist auch eine Realität!!! Auch in der Natur gibt es schöne Sachen und Wunder. Und wenn sich beide Eltern wünschen das den Kindern mitzugeben und es die ihren Idealen entspricht, so ist das fantastisch.

Es gibt wirklich genug Schlechtes auf der Welt. Und es braucht die Visionäre ebenso wie die Realisten. Kunst ist es gegenseitig zu profitieren statt sich zu streiten wer mehr recht hat...

1 Kommentar

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Und: Ich persönlich würde nicht gleich zu einer Fachperson springen. Das kann auch unnötig die Thematik verstärken und gewichten. Ich würde mir ein paar Fachbücher besorgen und paar praktische Tipps daraus umsetzen, versuchen mit Herz und Verständnis für das Kind und vor allem mit Geduld und Zeit geben die Situation zu begleiten. Dass es eben vielleicht länger braucht sieht man ja daran, dass es schon länger dauerte bis eine Reaktion kam.

Die innere Stimme ist immer noch der beste Führer!

Und noch was: Ich habe da den Kindern nie was vorgegaukelt. Ehrlich gesagt warum es so ist und auch ehrlich besprochen warum es nicht umgeändert werden kann. Auch Im Kindergartenalter. Wenn das Kind da Authentizität erfährt, kann es besser die Situation als gegeben annehmen. Wichtig ist auch die Betonung, dass es nicht schuld ist und dass beide Eltern die Kinder trotzdem lieben und für sie da sind.

Und a propos Kindergarten: Ja es gibt immer wieder Kinder, die bei Papi oder Elternthema sagen " Min Papi isch nümme bi euis" und traurig sind deswegen. Vermeiden lässt sich dies nicht, als Kindergärtnerin fragt man oft nach Erlebnissen und das gehört zur Sprachförderung. Oder wenn bei einem Elternanlass nur ein Elternteil mitmacht wird es dem Scheidungskind auch bewusst.
Man kann aber nicht dem Kind alle Steine aus dem Lebensweg räumen, das wäre auch falsch.

Ich selber fand auch, ein Leben mit Eltern wo ständig sich im Alltag streiten und beide sehr traurig und unglücklich sind ist die schlechtere Alternative für alle Beteiligten. Das führte ich mir immer vor Augen und half mir mit der neuen Situation klar zu kommen und Kraft zu kriegen um die Kinder zu begleiten. Ich wusste dass es richtig war so zu entscheiden.

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